Rollsportanlage

Akrobaten auf Rädern

Trotz Regen: Skater springen auf dem neuen Rollpark die Treppe hinunter.

Akrobaten auf Rädern

Trotz Regen: Skater springen auf dem neuen Rollpark die Treppe hinunter.

Neu besteht die Rollsportanlage zum grössten Teil aus Betonelementen. Skateboarder und BMX-Fahrer haben die renovierte Anlage an der Einweihungsfeier begutachtet.

Lukas Bertschi

Schon von weitem hört man Hip-Hop-Musik. Eine Gruppe grillt bei einem Zelt. Einige verwegene trotzen mit ihren Skateboards dem schlechten Wetter. Auf einem schmalen Streifen unterhalb der Autobahnbrücke trainieren sie ihre Kunststücke. Hier ist nicht die Rede von einer Banlieue, sondern von der renovierten Rollsportanlage in Baden Dättwil. Trotz dem regnerischen Wetter fanden sich gut 40 Leute ein, um die Anlage einzuweihen. Mit Würsten und Getränken wurde der Platz unter die Lupe genommen.

«Die alte Anlage war nicht prinzipiell schlecht, es sind einfach verschiedene Grundsätze», sagt Adrian Wendel, Planungsverantwortlicher und Mitglied des Vorstandes des Vereines Rollsport Baden. Der alte Park bestand aus Holzelementen und war in erster Linie auf BMX-Fahrer ausgerichtet. Die Elemente konnten in ihren Positionen verschoben werden. Neu besteht der grosse Teil des Parks aus Betonelementen. Diese können nicht umgestellt werden, sind aber für Skateboardfahrer besser geeignet. Zudem sind die Unterhaltsarbeiten weniger aufwändig und die Abnützung ist geringer.

Park wie eine Stadt

Die neue Anlage zieht nicht nur Leute aus der Region an, sondern auch aus anderen Kantonen. Adrian Wendel sagt: «Der Park ähnelt eher einer Stadt als einem normalen Rollerpark.» Es hat eine Treppe, ein Stück Wiese und viele andere Elemente. «Die Benützer sind mit dem Park zufrieden», so Diana Rojas von der Jugendarbeit Baden. Dies erklärt sich auch dadurch, dass sie die Planung der Anlage selber übernommen haben. Ein Team aus zwölf Mitgliedern mit verschiedenen Berufen hat das Projekt in Zusammenarbeit mit der Jugendarbeit Baden organisiert.

Trotz weniger Platz für die BMX-Fahrer sind auch diese mit dem Park zufrieden. «Es ist nur gerecht, dass wir weniger Platz haben. Wir sind ja auch weniger Fahrer, als es Skater hat», sagt Ramon Aemmer, BMX-Verantwortlicher im Rollsportverein. Während der Skate-Teil des Parkes bereits fertig ist, befindet sich der BMX-Teil noch in Arbeit. Er wird von den Fahrern selber gebaut. «Es ist wetter- und zeitabhängig, aber wir hoffen, dass wir im August fertig sind», so Aemmer.

Über 100 Stunden Freiwilligenarbeit

Das Budget belief sich auf 75 000 Franken. Die Renovation der Rollsportanlage wurde von der Stadt Baden, Sponsoren und durch Kapital des Vereines Rollsport Baden finanziert. Zudem arbeiteten die Vereinsmitglieder weit mehr als hundert Stunden kostenlos. Der Jugendarbeit sei es wichtig gewesen, dass die jungen Erwachsenen Verantwortung übernehmen. «Ohne eigene Initiative könnten solche Projekte nicht ausgeführt werden», sagt Diana Rojas. Die Stadt müsse aber auch mitmachen, fügt sie schmunzelnd an.

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