Silvan Hartmann

In der Nacht auf Freitag, 01.00 Uhr früh bei der Bäckerei Rohrer in Rheinfelden. Besitzerin Jolanda Rohrer bereitet mit ihrem Team die Zutaten für die Backwaren vor - eigentlich ein ganz normaler Tag. Doch Jolanda Rohrer ist etwas nervös, es wird ein ganz besonderer. Denn Kurt Aeschbacher versucht sich in ihrer Backstube als Bäcker.

Eine halbe Stunde später ist Jolanda Rohrer und das SF-Team um Kurt Aeschbacher bereit. Die Dreharbeiten gehen los. Aeschbacher zeigt vor der Kamera viel Handgeschick und macht verschiedenste Teige bereit - vom Weissbrot über das Roggebrot bis zu speziellen Sorten wie das Sojabrot oder Dinkelbrot. Rohrer ist beeindruckt: «Ich hätte gedacht, dass Kurt viel zurückhaltender ist, aber er hat ein gutes ‹Gspüri› und macht es sensationell.»

Erdbeertörtchen falsch garniert

Wenig später werden die Gipfeli geformt. Dabei stehen Rohrer und Aeschbacher auch etwas unter Zeitdruck. Der Laden ist trotz Dreh am Morgen geöffnet und somit müssen auch die Produkte zur gegebenen Zeit bereit sein. Doch der eine oder andere Schnitt vom Kameramann liegt drin, um die Szene zu wiederholen. Pünktlich um sechs Uhr sind die Gipfeli, Weggli und Brote verkaufs- und lieferbereit. Kurt Aeschbacher nutzt die Gelegenheit, seine selbst gemachten Gipfeli beim «Znüni» zu testen.

Wenig später machen sie sich an die Patisserie. Heute soll es Crèmeschnitten und Erdbeertörtchen geben. Dabei stellt sich bei Kurt Aeschbacher heraus, dass das Schneiden von Crèmeschnitten nicht das Einfachste der Welt ist. Auch das Garnieren der Erdbeertörtli soll geübt sein. So hat der Promi vergessen, dass der Spitz der Erdbeeren nach oben beziehungsweise in die Mitte des Erdbeertörtchens zeigen sollte. «Keine intelektuelle Meisterleistung», witzelt er vor laufender Kamera.

Obwohl es am Schluss mit fünf Drehversuchen der Schlussszene nochmals anstrengend wurde, zieht Jolanda Rohrer ein erfreuliches Fazit: «Es war super! Ich hätte mir das Fernsehmachen viel komplizierter und mühsamer vorgestellt. Aber es ging alles sehr zügig voran.» Auch Kurt Aeschbacher hat nur lobende Worte: «Jolanda Rohrer war ein perfekter Fernsehpartner. Man merkt, dass sie über pädagogische Fähigkeiten verfügt. So konnte sie mich als Lehrling sehr gut begleiten und hat mich auch immer wieder arbeiten lassen.» Bäcker, die Alternative für Kurt Aeschbacher? «Oh nein, das wäre keine Alternative. Ich könnte nicht täglich schon um ein Uhr in der Backstube sein», sagt er schmunzelnd.

Wie das SF auf die Bäckerei Rohrer kam

Als Jolanda Rohrer vom Schweizer Fernsehen die Anfrage bekam, konnte sie nicht absagen und sagte sofort zu. Das SF suchte eine möglichst «schweizerische» Bäckerei mit einer Frau als Inhaberin. Zudem sollte die Bäckerei etwas kleiner sein als üblich und eine eigene Backstube haben. «Voraussetzungen, die perfekt zu Jolanda und ihrer Bäckerei passen», bestätigt Aeschbacher. Das SF-Team versucht nun aus 150 Minuten Bildmaterial eine 25 minütige spannende Sendung zu formen. Diese wird dann am 6. August 2009, um 22.20 Uhr auf SF 1 ausgestrahlt.