Aesch erhielt 2008 weniger Steuern

Sämtliche Rechnungen, alle Bauabrechnungen sowie revidierte Statuten und die neue Kabelnetzverordnung fanden vor der Versammlung Gnade und wurden diskussionslos und einstimmig genehmigt.

Drucken
Teilen
schuleaesch_dsc.jpg

schuleaesch_dsc.jpg

Limmattaler Zeitung

Flavio Fuoli

Die von Finanzvorstand Johannes Jahr präsentierte Rechnung 2008 der Politischen Gemeinde schloss mit einem Ertragsüberschuss von 346 000 Franken ab, der um 546 000 Franken über dem Budget lag. Die Nettoinvestitionen hätten tiefe 290 000 Franken betragen, sagte er vor 44 Stimmberechtigten. Obwohl ausserordentliche Grundstückgewinnsteuern in der Höhe von 811 000 Franken für das Ergebnis verantwortlich zeigten, sprach Jahn die ordentlichen Steuern an, welche in den vergangenen Jahren und auch 2008 zurückgegangen waren. So lag auch der Finanzausgleich tiefer als budgetiert. «Eventuell», so Jahn, «fallen wir aus dem Finanzausgleich hinaus.» Das Eigenkapital der Politischen Gemeinde beträgt 6,9 Millionen Franken.

Eine neue Erschliessung ist geplant

Gemeindeingenieur Urs Räbsamen informierte die Aescher «Gmeind» über die Erschliessung des Quartierplangebiets Heligenmatt-Feltsch. Die Erschliessung des 100 000 Quadratmeter grossen Gebiets, das für 500 bis 700 Einwohner gedacht ist, und seit 1966 diskutiert wird, könnte nun in eine entscheidende Phase kommen. Heute habe man die Reservezone neben Heligenmatt-Feltsch gestrichen und Grundeigentümer würden drängen. So erhält die vorgesehene Sammelstrasse eine neue, kürzere Streckenführung, womit sich Geld sparen liesse. Zudem werde auf diese Weise das neue und das alte Baugebiet miteinander verbunden. Als Alternative dazu wird im oberen Teil des Gebiets die bestehenden Strassen Grossacherstrasse und Föhren-weg ins Quartierplangebiet verlängert. Beim Hof Gut an der Dorfstrasse, so Urs Räbsamen, wird ein Kreisel den Verkehr ins neue Quartierplangebiet aufnehmen und zugleich als Bremse für die Dorfeinfahrt wirken, was der Sicherheit dienen dürfte. Über den Erschliessungs- und den Richtplan wird die «Gmeind» diesen Dezember diskutieren. Im März 2010 wird die erste Grundeigentümerversammlung stattfinden, im Januar 2011 erfolgt die Festsetzung durch den Gemeinderat und im April 2011 könne man im Prinzip die Erschliessung bauen, so Räbsamen. (fuo)

Die Schule konnte nicht von den Grundstückgewinnsteuern profitieren und deshalb präsentierte Finanzvorstand Markus Foitek die Rechnung 2008 mit einem Aufwandüberschuss von 241 000 Franken, 90 000 mehr als im Voranschlag. Auch die Schule spürte den Rückgang bei den ordentlichen Steuern, hatte aber zusätzlich bei der Sonderschulung hohe Ausgaben in bisher unbekanntem Mass zu verzeichnen. Das Eigenkapital beträgt noch 1,983 Millionen Franken.

Eine neue Kabelnetzverordnung

Johann Jahn sagte den Anwesenden, weshalb Aesch die alte Antennenverordnung aufheben und eine neue Kabelnetzverordnung festsetzen sollte. Das Netz ist nämlich seit 1978 in Betrieb, die Antennenverordnung seither ebenfalls in Kraft. Sie war total veraltet und hat den grossen technischen Wandel der letzten dreissig Jahre nicht mitgemacht. Früher war das Netz da, um gemeinsam Radio und TV zu empfangen, heute ist moderne Zweiwegkommunikation möglich. Die Versammlung war einstimmig dafür.

Politische Gemeinde

Rechnung 2008 Sie wird einstimmig genehmigt

Bauabrechnungen Die Bauabrechnung für die Erneuerung der Kabelanlage Aesch wird einstimmig genehmigt, ebenso diejenige für die Sanierung der Kläranlage Birmensdorf.

Verordnung Die neue Kabelnetzverordnung kommt oppositionslos durch.

Statuten Die total revidierten Statuten des Zweckverbands Kläranlage Birmensdorf und diejenigen des Friedhofs Birmensdorf-Aesch sowie die teilrevidierten Statuten des Zweckverbands Feuerwehr Birmensdorf-Aesch werden alle genehmigt.

Primarschulgemeinde

Rechnung 2008 Sie wird diskussionslos genehmigt.

Bauabrechnung Die Bauabrechnung des Schulhaus-Provisoriums Nassenmatt wird angenommen. (fuo)

Keinerlei Opposition wurde auch gegen die Festsetzung dreier weiterer revidierter Statuten laut. Es handelte sich um die total revidierten Statuten des Zweckverbands Kläranlage Birmensdorf und des Friedhofs Birmensdorf-Aesch sowie um die teilrevidierten Statuten des Zweckverbands Feuerwehr Birmensdorf-Aesch. Polizeivorstand Roland Helfenberger zeigte auf, dass eine kleine Gemeinde wie Aesch diverse Aufgaben zusammen mit anderen erledigen müsse, so zum Beispiel Kläranlage, Feuerwehr, Friedhof, Fürsorgedienstleistungen etc. Weil die Stimmberechtigten heute mehr Einfluss erhalten als früher die Delegierten, sind sämtliche Statuten von der «Gmeind» zu genehmigen. Dies wurde im Rahmen einer einzigen Abstimmung in globo denn auch so entschieden.

Bauabrechnungen genehmigt

Die Politische Gemeinde genehmigte die Bauabrechnung der Kabelanlage Aesch, die bei einem Kredit von 375 000 Franken mit einer Unterschreitung von 75 700 Franken schloss so-wie die Bauabrechnung für die Optimierung und den Werterhalt der Kläranlage Birmensdorf.

Die Schulgemeindeversammlung genehmigte schliesslich die Bauabrechnung für die Schulraumerweiterung mit den Pavillons. Der an der «Gmeind» vom 3. Juni 2008 genehmigte Kredit von 451 000 Franken wurde um über 22 000 Franken unterschritten.

Aktuelle Nachrichten