Wildvögel

Wanderer sollen in den Alpen nach Bartgeiern Ausschau halten

Bartgeier in freier Wildbahn in der Schweiz (Archiv)

Bartgeier in freier Wildbahn in der Schweiz (Archiv)

Um den aktuellen Bestand des Bartgeiers in der Schweiz abschätzen zu können, rufen die Stiftung Pro Bartgeier und die Schweizerische Vogelwarte Sempach Wanderer dazu auf, in den Alpen nach Bartgeiern Ausschau zu halten. Wer einen sichtet, soll ihn fotografieren.

Vom 8. bis am 16. Oktober 2011 finden im gesamten Alpenraum die 6. Internationalen Bartgeier-Beobachtungstage statt. Am 8. Oktober sind zahlreiche Freiwillige und Projektmitarbeiter unterwegs um von hoch gelegenen Aussichtspunkten Bartgeier zu erspähen.

Aber auch interessierte Wanderer sollen in der kommenden Woche nach dem Alpenvogel Ausschau halten und Beobachtungen melden. Dabei sei es besonders hilfreich, wenn die Vögel fotografiert werden könnten, teilte die Vogelwarte Sempach am Donnerstag mit. Bartgeier könnten manchmal anhand individueller Merkmale erkannt werden.

Der Bargeier ist mit knapp drei Metern Spannweite der grösste Vogel der Schweizer Alpenwelt. Er unterscheidet sich vom Steinadler durch den zugespitzten Schwanz und die schmalen und spitzen Flügel. Aus der Nähe sind der namensgebende Bart und der rote Augenring charakteristisch.

Seit 2007 wieder in der Schweiz

Der majestätische Vogel wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Alpenraum ausgerottet. Dank eines internationalen Wiederansiedlungsprojekts ist er wieder in der Schweiz heimisch und zieht hier seit 2007 auch wieder erfolgreich seine Jungen auf.

Die Stiftung Pro Bartgeier wildert weiterhin Bartgeier aus, um die genetische Vielfalt der Population zu erhöhen. So wurden im Juni 2011 im St. Gallischen Calfeisental drei Jungvögel in einer Felsnische ausgesetzt. Zur Zeit bewohnen rund 20 Paare den Alpenraum. In der Schweiz haben bisher vier Paare 13 Jungvögel ausgebrütet.

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