Seit der Zuspitzung der Finanzaffäre vor mehr als vier Jahren hat das Ehepaar Urdangarin kaum noch Kontakt zum Königshaus.

Der frühere Handball-Star war im Februar 2017 von einem Gericht in Palma de Mallorca wegen Veruntreuung von sechs Millionen Euro Steuergeldern sowie wegen Geldwäsche, Urkundenfälschung und Betrugs zu sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Er legte gegen das Urteil Berufung beim Obersten Gericht ein. Die Entscheidung soll nach Justizkreisen bis zum Frühjahr fallen. Der Skandal fügte dem Image des Madrider Königshauses schweren Schaden zu.

Bis zu seinem Berufungsverfahren muss sich Urdangarin einmal im Monat bei den Behörden in Genf melden. Insgesamt waren in Palma in der Finanzaffäre um die vermeintlich gemeinnützige Stiftung "Nóos" 17 Verdächtige angeklagt worden. Cristina war der Beihilfe zum Steuerbetrug bezichtigt worden, sie wurde aber freigesprochen. Sie ist die jüngere der beiden Schwestern von König Felipe VI. und die Nummer sechs in der Thronfolge. Cristina war die erste nahe Verwandte eines spanischen Königs, die vor Gericht kam.