Als Resultat einer Sammelklage gegen die Verlagsgruppe News Group Newspapers (NGN) habe sie gemeinsam mit anderen Opfern "die höchste Entschädigungssumme in einem Fall von Verleumdung durch Medien erreicht, die jemals in der britischen Rechtsgeschichte verhängt wurde", sagte die 51-Jährige am Montag nach einer Anhörung am High Court in London.

Einen Betrag nannte sie nicht. Die NGN-Gruppe gehört zum Imperium von Medienmogul Rupert Murdoch. Journalisten des später eingestellten Sonntags-Boulevardblattes "News of the World" hatten jahrelang Handygespräche von Tausenden Verbrechensopfern und Prominenten abgehört und Polizisten bestochen. Neben Mills gehörten dazu auch Schauspieler, Politiker, Soldaten und Mitarbeiter des britischen Königshauses.

Durch das Abhören von Telefonaten zwischen 1999 und 2010 seien "unzählige Unwahrheiten" verbreitet worden, so Mills. Ein Anwalt der Verlagsgruppe entschuldigte sich vor Gericht bei Mills und ihrer Schwester Fiona, die ebenfalls entschädigt werden solle.

Auch der frühere Beatles-Musiker McCartney (77) hatte sich 2011 zum Abhörskandal zu Wort gemeldet. Besonders zur Zeit seiner Scheidung von Mills im Jahr 2008 seien Artikel über ihn erschienen mit intimen Informationen, die nur aus abgehörten Telefonaten stammen könnten, sagte McCartney damals der britischen Tageszeitung "The Times".