Realitätsflucht

Steven Spielberg: «Virtual Reality ist eine Superdroge»

Steven Spielberg erachtet die virtuelle Realität als Gefahr. Gleichwohl empfindet er sie als wohltuend, weil sie den Alltag vergessen macht. (Archiv)

Steven Spielberg erachtet die virtuelle Realität als Gefahr. Gleichwohl empfindet er sie als wohltuend, weil sie den Alltag vergessen macht. (Archiv)

Hollywood-Regisseur Steven Spielberg sieht im Drang vieler Menschen in virtuelle Welten grosse Suchtgefahr.

"Virtual Reality ist eine Superdroge", sagte der dreifache Oscar-Preisträger der "Welt am Sonntag". "Zumindest wird sie es eines Tages werden."

Der 71-Jährige hatte für seinen neuen Science-Fiction-Film "Ready Player One" ebenso wie seine Schauspieler mit VR-Brillen gearbeitet. "Wenn wir die Brillen abnahmen und aus dem virtuellen Raum zurück in die echte Welt kamen, empfanden wir immer eine Enttäuschung, ein Gefühl von Traurigkeit", sagte er. "Am liebsten wären wir alle in der nicht-realen Welt geblieben."

Spielberg glaubt, dass virtuelle Welten den Drang entstehen lassen, der Realität zu entfliehen. "Die Mühen des Alltags werden dann zur Belastung", sagte er. So nach dem Motto: "Oh, mein Gott, ich muss die Virtuelle Realität verlassen, um auf die Toilette zu gehen oder etwas aus dem Kühlschrank zu holen." Wenn die Realität dann als Enttäuschung wahrgenommen werde, sei das eine Gefahr.

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