Gewaltverzicht

Mister Schweiz will auf Missstände aufmerksam machen

Die malträtierte Lippe - Mister Schweiz hat einst eins aufs Maul bekommen (Archiv)

Die malträtierte Lippe - Mister Schweiz hat einst eins aufs Maul bekommen (Archiv)

Mister Schweiz, Luca Ruch, kennt nicht nur die Schokoladen-Seiten des Lebens. Hinter seinem süssen Lächeln verbirgt sich im wahrsten Sinne des Wortes eine traurige Geschichte.

Der 21-jährige Schönling aus der Ostschweiz erzählt der Zeitung "Der Sonntag" eine schauerliche Geschichte aus seinem Leben. Luca Ruch war noch ein Teenager, als er Opfer eines Gewaltakts wurde. "Ein Wildfremder schlug mir mit einem Schlagring seine Faust ins Gesicht."

Die Tat geschah in einer lauen Sommernacht, als Ruch bei einer Bushaltestelle in Frauenfeld stand. Der Unbekannte stieg aus, verprügelte den 14-Jährigen und fuhr wieder weiter. Gefunden wurde er trotz Anzeige nie. Am liebsten würde er den Mann treffen und mit ihm darüber reden, sagt Ruch heute.

Dünne Lippe

Damals wurde seine blutende Lippe mit sieben Stichen im Spital genäht. Wenn der Schönheitskönig heute lächelt, verformt sich daher die Oberlippe und das innere Gewebe drückt sich leicht über die Schaufelzähne. Ein Schönheitsfehler ist aber offensichtlich nicht zurückgeblieben. Ebensowenig wie ein Trauma beim Mister. Geprägt hat ihn der Vorfall trotzdem. "Als Mister habe ich die Möglichkeit, auf solche Missstände aufmerksam zu machen - und das werde ich auch tun", sagt Ruch, der nachhaltige, harte Strafen für "feige Täter" fordert.

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