Romantik

Endo Anaconda zeigt seine romantische und verletzliche Seite

Besingt die Liebe: Endo Anaconda, Frontmann von Stiller Has (Archiv)

Besingt die Liebe: Endo Anaconda, Frontmann von Stiller Has (Archiv)

Drei Jahre nach dem letzten Album präsentiert Endo Anaconda, Frontmann von Stiller Has, sein neues Werk «So verdorbe». Erstmals singt er auf italienisch und sinniert über Liebe, Sex und Leidenschaft. Im Interview mit der Zeitung «Sonntag» erklärt der Sänger warum.

"Meine Lieder sind ein sentimentales Erinnern an ein Italien, das es nicht mehr gibt. Italien ist nicht mehr das Land, in dem die Zitronen blühen, sondern ein Land im Zusammenbruch." Eine Karriere als Cantautore steht dem Berner aber nicht bevor, denn dafür sei sein Italienisch zu schlecht.

Der 54-Jährige setzt sich nicht nur mit dem Wandel Italiens auseinander, sondern auch mit Liebe, Leidenschaft, Ekstase und Sex sowie dem Tod. "Die Liebe ist für mich mehr als eine Frage des rechtzeitigen Ausschüttens von Pheromon, um die Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Es ist das Festhalten an der Romantik. Wenn man liebt, händigt man der Geliebten eine geladene Pistole aus."

Der liebevolle Choleriker weiss wovon er spricht: "Wenn man liebt, liefert man sich aus, wird verletzbar. Macht man diesen Schritt aber nicht, bleibt die Liebe Mittelmass." Dieses pragmatische Lieben sei nicht sein Ding, meint er. "Eine rationale Ebene beim Sex gibt es für mich nicht oder er ist bedeutungslos und langweilig. Sex ohne Liebe hat etwas Orthopädisches, ist wie eine Insulinspritze oder die Metfin-Tablette gegen den Alterszucker."

Anaconda steht zu seiner äusserst emotionalen und romantischen Seite und dies merkt man dem neuen Album auch an. "Ich denke, die Frauen werden an diesem Album Freude haben."

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