Katholizismus

Elisabeth Lanz galt als Kind eines Priesters als «Frucht der Sünde»

Elisabeth Lanz - bekannt als Tierärztin Susanne Mertens - hat ein gespaltenes Verhältnis zur Kirche. Für seine Liebe brach ihr Vater das Zölibat. (Archivbild)

Elisabeth Lanz - bekannt als Tierärztin Susanne Mertens - hat ein gespaltenes Verhältnis zur Kirche. Für seine Liebe brach ihr Vater das Zölibat. (Archivbild)

Als Tochter eines katholischen Priesters hat die österreichische Schauspielerin Elisabeth Lanz ("Tierärztin Dr. Mertens") ein zwiespältiges Verhältnis zur Kirche.

Ihr Vater habe das Zölibat gebrochen und eine Familie gegründet, sagte die Schauspielerin dem Magazin "Bunte" am Mittwoch. Damit habe er "sich für die Liebe entschieden - und das gegen seine Berufung als Pfarrer".

"In seinem Tagebuch stand: 'Wenn ich jetzt nicht den Weg gehe, den ich eingeschlagen habe, könnte ich nicht mehr ruhigen Gewissens von der Liebe predigen'", sagte Mertens der Zeitschrift. "Dieser Satz macht mich immer noch stolz."

Die Entscheidung ihres Vaters, der dann ein SOS-Kinderdorf leitete, habe die Familie lange entzweit, der gesellschaftliche Druck sei gross gewesen. "Wir Kinder wurden als 'Frucht der Sünde' bezeichnet", erzählte Lanz. "Es gab einige Jahre Funkstille zwischen meinen Grosseltern und meinen Eltern, meine Grossmutter erhielt bis zu ihrem Tod Schmähbriefe."

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