Der Staatsrat des Landes, ein Beratungsgremium unter der offiziellen Leitung von König Willem Alexander, wird am Montag endgültig über einen royalen Namensstreit entscheiden. Der 21-jährige Klynstra, dessen Vaterschaft der 47-jährige Prinz Carlos nie bestritten hat, hat bisher schon in allen juristischen Instanzen Erfolg mit dem Verlangen gehabt, den Namen seines Vaters tragen zu dürfen.

Die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtet, der Staatsrat werde in seiner Eigenschaft als höchstes Verwaltungsgericht des Landes am Montag unter Ausschluss der Öffentlichkeit über den Namensstreit beraten. Das Urteil solle aber öffentlich gesprochen werden.

Klynstra ist aus einer unehelichen Beziehung zwischen Prinz Carlos und der elf Jahre älteren Brigitte Klynstra hervorgegangen. Carlos, ein Enkel der 2004 gestorbenen Königin Juliana, hat die Vaterschaft nie bestritten. Er hat sich aber stets gegen den Wunsch des Kindes gewehrt, seinen Namen tragen zu dürfen.

Klynstra will künftig Prinz Carlos Hugo Roderik Sybren von Bourbon Parma heissen. Sollte der Staatsrat dies erlauben, so würde dies aber keine Rechte innerhalb der niederländischen Dynastie mit sich bringen.