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Lärm und Zigarettenrauch: Während des Lockdowns stiegen Beschwerden über Nachbarn

Während des Lockdowns fühlen sich die Menschen offenbar vermehrt durch ihre Nachbarn gestört. (Symbolbild)

Während des Lockdowns fühlen sich die Menschen offenbar vermehrt durch ihre Nachbarn gestört. (Symbolbild)

In der Coronakrise verbrachten die Menschen mehr Zeit in den eigenen vier Wänden. Dies führte offenbar zu mehr Konflikten mit den Nachbarn Der Mieterverband und die Polizei verzeichneten während des Lockdowns einen Anstieg von Lärmbeschwerden.

«Die Anfragen von Mietern, die sich durch ihre Nachbarn gestört fühlen, haben während der Corona- Krise deutlich zugenommen», sagt Fabian Gloor vom Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz gegenüber der «SonntagsZeitung». Einige Leute hätten erst im Homeoffice wahrgenommen, dass sie Nachbarn haben. Nebst Lärm sei Zigarettenrauch der häufigste Grund gewesen, dass sich Mieter von ihren Nachbarn gestört fühlten, so Gloor.

Dass die Menschen sich vermehrt durch ihre Nachbarn gestört fühlten, bemerkte auch die Polizei. So habe die Kantonspolizei Zürich aufgrund von Beschwerden wegen Störung von Ruhe und Ordnung häufiger ausrücken müssen, schreibt die «SonntagsZeitung» weiter. «Die Zahlen sind der Tendenz nach in der Periode von Anfang März bis Anfang Juni 2020 etwa doppelt so hoch wie in den Vergleichsperioden 2018 und 2019», sagt ein Sprecher der Kantonspolizei. Oft habe es sich um Lärmbeschwerden gehandelt.

Fabian Gloor vom Mieterverband rät, das Gespräch zu suchen, bevor es eskaliere: «Schliesslich lebt man auch nach Corona weiter unter einem Dach.»

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