Vermischtes

ETH arbeitet an kostengünstigem Beatmungsgerät

Ein Prototyp des Beatmungsgerätes, das an der ETH entwickelt wird.

Ein Prototyp des Beatmungsgerätes, das an der ETH entwickelt wird.

Ein Team der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH) arbeitet an der Entwicklung eines neuen Beatmungsgeräts. Es soll möglichst kostengünstig und intuitiv zu bedienen sein und den weltweit herrschenden Mangel an Beatmungssystemen mildern.

(dpo) «breathe» heisst das Beatmungsgerät, an dem ein Team rund um ETH-Professorin Kristina Shea seit einigen Wochen arbeitet. Ziel sei es, ein möglichst kostengünstiges und intuitives Gerät zu entwickeln. Das Gesundheitspersonal soll dank Vereinfachungen innerhalb einer halben Stunde im Umgang damit geschult werden können, heisst es in einem Communiqué der Hochschule.

«Das Gerät ist bestimmt für Notfallsituationen, wenn keine anderen Optionen zur Verfügung stehen», so Kristina Shea. Es sei kein Ersatz für komplexe Beatmungsgeräte, wie sie auf Intensivstationen eingesetzt werden.

Technische Prüfung bestanden

Ausgerichtet ist das neue Beatmungsgerät vor allem an den Bedürfnissen von Ländern oder Gesundheitssystemen, die sich teure Beatmungsmaschinen nicht leisten können. Es soll weniger als 5000 Franken kosten. Damit wollen die Forschenden den weltweit herrschenden Mangel an Beatmungssystemen mildern.

Eine erste technische Prüfung habe der Prototyp bereits hinter sich. Nun stehen die Forschenden in Verhandlungen mit einem Produktionspartner in der Ukraine, der das Gerät im industriellen Massstab herstellen möchte.

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