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Firmenübergaben in schwierigen Zeiten

Statt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Nachfolge aufzuschieben, sollten sich Käufer und Verkäufer darauf einigen, wie die Risiken gemeinsam getragen werden können

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Damit die Übergabe einer Firma auch in turbulenten Zeiten reibungslos verläuft, müssen einige Dinge beachtet werden.

Damit die Übergabe einer Firma auch in turbulenten Zeiten reibungslos verläuft, müssen einige Dinge beachtet werden.

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In wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten können ausserhalb eines Betriebes liegende Faktoren (wie zum Beispiel der Eurokurs) einen grossen Einfluss ausüben: Bricht der Absatz oder die Marge stark ein, kann dies selbst für eine gesunde Firma gefährlich werden. Massnahmen gegen diese Rückgänge sind zwar bekannt, häufig aber mit nachhaltigen Nebenwirkungen verbunden. Umso wichtiger ist es, unnötige Fehler wie das Aufschieben einer anstehenden Firmennachfolge zu vermeiden.

Biologische Faktoren wie das Alter oder die Gesundheit lassen sich nicht von der Grosswetterlage in der Wirtschaft beeinflussen. Darüber hinaus können Überdruss an der Arbeit, Langeweile oder einfach der Wunsch nach etwas Neuem die Motivation eines Firmeninhabers negativ beeinflussen. Werden schlechte Zeiten dann als Entschuldigung für das Verschleppen eines anstehenden Stabwechsels herangezogen, so sind negative Folgen für die Unternehmung fest programmiert. Zudem leidet eine Firma in schlechten Zeiten besonders, wenn die Führung nicht mehr mit ganzem Herzen und vollem Einsatz bei der Sache ist.

Schlechte Aussichten stimmen negativ

Pessimistische Zukunftsaussichten wirken sich entsprechend auf die Unternehmungsbewertung aus. Während in den Boomzeiten kaum Begrenzungen nach oben herrschen, nimmt in der wirtschaftlichen Talsohle der Pessimismus überhand. In der Regel wachsen Bäume aber nicht in den Himmel und die Welt geht auch nicht unter. Weil sich heutige Unternehmungsbewertungen aber stark nach der Zukunft ausrichten und deren Einschätzung nachhaltig von der jeweiligen Befindlichkeit abhängt, wird im Konjunkturhoch die Welt meist allzu rosig gesehen. Dies wirkt sich dann in höheren Firmenbewertungen und daraus folgend in höheren Verkaufspreisen aus. Kein Wunder, schrecken Firmeninhaber in Zeiten wie heute davor zurück, ihr Lebenswerk an einen Nachfolger zu übertragen. Man will sich später ja nicht dem Vorwurf aussetzen, die eigene Firma verschenkt zu haben.
Unternehmungsbewertungen sind keine exakte Wissenschaft und hängen stark von den getroffenen Annahmen ab. Geht man für die Zukunft von einem stetigen Wachstum aus, fällt der Wert eines Betriebes deutlich höher aus, als wenn mit einer flachen oder sogar rückläufigen Entwicklung gerechnet wird. Lösen lässt sich dieses Problem nur, wenn man anstelle kurzfristiger Einschätzungen langfristige Erwartungen herbeizieht. Weil im Boom tendenziell aber der Verkäufer und im Tief der Käufer profitieren, ist dieses ausgleichende Vorgehen emotional nicht ganz einfach. Wer möchte die Gunst der Stunde nicht nutzen und allenfalls einen höheren Erlös erzielen.
Dieses Maximieren des eigenen Vorteils ist in der Regel aber Gift für die betroffene Unternehmung. Während zu hohe Verkaufspreise früher oder später nachhaltige Restrukturierungen verlangen, verhindern allzu tiefe Angebotspreise die Realisierung von an sich guten Lösungen. Die wirtschaftlichen Risiken mit daraus folgend schwierigen Prognosen sollten über eine Risikoteilung zwischen Käufer und Verkäufer aufgefangen werden. Demgegenüber ist ein blosses Zuwarten auf bessere Zeiten mit allerhand unberechenbaren Gefahren verbunden.

Michael Mühle ist Leiter Firmenkunden bei der Aargauischen Kantonalbank Olten.

Michael Mühle ist Leiter Firmenkunden bei der Aargauischen Kantonalbank Olten.

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