Wirtschaft
Landi Thur trotzt Coronakrise

In den drei Läden der Landi Thur AG konnte vergangenes Jahr trotz Umbaus und Coronamassnahmen ein Umsatzplus erzielt werden.

Philipp Stutz
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Der Umbau der Landi Zuzwil ist abgeschlossen. Unter anderem ist der Eingangsbereich des Ladens erneuert worden.

Der Umbau der Landi Zuzwil ist abgeschlossen. Unter anderem ist der Eingangsbereich des Ladens erneuert worden.

Bild: Philipp Stutz

Die Landi Thur AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 18,3 Millionen Franken. Dies entspricht einem Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Abzug der Personalkosten und aller übrigen Aufwendungen beträgt der Jahresgewinn 494'314 Franken. «Damit haben wir trotz schwieriger Umstände ein gutes Geschäftsergebnis erzielt», sagt Geschäftsführer Ueli Kellenberger.

Die Landi Thur AG verfügt über eine gesunde Bilanzstruktur mit 83 Prozent Eigenkapital. Die Aktionäre beschlossen, für das abgelaufene Geschäftsjahr eine gleich bleibende Dividende von 6 Prozent auszuschütten, was 60'000 Franken entspricht. 1,3 Millionen Franken werden den freien Reserven zugewiesen, mit 1000 Franken wird die gesetzliche Gewinnreserve dotiert. 95'000 Franken werden auf neue Rechnung vorgetragen. Wegen der Pandemie konnte wiederum keine Generalversammlung abgehalten werden. Sie fand auf dem Korrespondenzweg statt – die Stimmabgabe erfolgte brieflich. «Alle Anträge wurden genehmigt», sagt Kellenberger.

Gutes Sommergeschäft wegen Hiergebliebenen

Ueli Kellenberger, Geschäftsführer Landi Thur AG.

Ueli Kellenberger, Geschäftsführer Landi Thur AG.

Bild: Philipp Stutz

Zur Landi Thur AG gehören Läden in Wil, Zuzwil und Niederglatt. In den drei Geschäften konnte trotz eines Umbaus in Zuzwil und der Coronamassnahmen ein Umsatzplus von fast 9 Prozent erzielt werden. Vor allem während der Sommermonate profitierte die Landi davon, dass die meisten Kunden in der Schweiz geblieben waren.

Der Verkauf von Futtermitteln blieb stabil. Die Landwirte profitierten von gutem Wetter und konnten eine entsprechende Ernte einbringen. Die Mostobsternte lag leicht über den normalen Werten. «Leider hat der Absatz von Obstgetränken während der Coronakrise stark gelitten, und die Landwirte erzielten einen sehr schlechten Mostobstpreis», schreibt Thomas Niedermann, Präsident des Verwaltungsrates, in seinem Jahresbericht. Der Umsatz in der Landwirtschaft ist um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

In jeder Hinsicht eine Herausforderung

«Das vergangene Geschäftsjahr war für uns in jeder Hinsicht eine besondere Herausforderung», schreibt Niedermann weiter. Die erste Etappe des Ladenumbaus der Landi Zuzwil wurde gestartet. Dann kam der Lockdown. Vom 17. März bis am 25. April 2020 musste auf Anweisung des Bundes ein grosser Bereich des Sortimentes abgesperrt werden. Mit dem Onlinehandel konnte während dieser Zeit nur ein kleiner Teil des wichtigen Frühlingsgeschäftes wettgemacht werden. «Als die Läden wieder normal öffnen konnten, war der Andrang riesig», heisst es im Geschäftsbericht. Die Abläufe hätten während dieser Zeit einwandfrei funktioniert, einzig die Warenverfügbarkeit habe über längere Zeit Sorge bereitet.

Laden in Zuzwil umgebaut

Ab August starteten die eigentlichen Umbauarbeiten im Laden in Zuzwil. Dies war für die Kunden mit einigen Einschränkungen und Umwegen verbunden. «Der Umbau ist abgeschlossen», sagt Kellenberger. Nun präsentiere sich der Laden grösser, heller und übersichtlicher.

In der Warengruppe Brenn- und Treibstoffe sank der Umsatz um 34 Prozent. Das sei vor allem auf den milden Winter zurückzuführen, ist im Jahresbericht nachzulesen. Beim Salz konnte ein Umsatzplus von 3 Prozent erzielt werden. Dies vor allem dank der Zunahme von Wasserenthärtungsanlagen.

Das Team der Landi Thur AG mit insgesamt 29 Personen setzt sich aktuell aus 17 Mitarbeiterinnen und 12 Mitarbeitern zusammen. Inklusive der 7 Lernenden sind 22 Personen im 100-Prozent-Pensum und 7 im Teilzeitpensum tätig. Die Ausbildung der Lernenden in den Betrieben wird auch in Zukunft beibehalten. «Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag, dass Kunden in unseren Läden von qualifiziertem und freundlichem Personal bedient werden», schreibt die Landi.