Schlechte Stimmung

WIDNAU. Die Anschläge in Paris haben bis ins Ausschaffungsgefängnis Widnau Wellen geschlagen. Pfarrer und Seelsorger Andreas Schwendener wurde am Donnerstag nach dem Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» nicht zu den Gefangenen vorgelassen.

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WIDNAU. Die Anschläge in Paris haben bis ins Ausschaffungsgefängnis Widnau Wellen geschlagen. Pfarrer und Seelsorger Andreas Schwendener wurde am Donnerstag nach dem Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» nicht zu den Gefangenen vorgelassen. Man habe ihm gesagt, so Schwendener, dass die Insassen unruhig und aufgebracht seien und deshalb in den Zellen bleiben müssten. Sein Besuch im Gemeinschaftsraum könne deshalb nicht stattfinden.

Laut Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, haben die Gefangenen Fernsehen geschaut und so von den Anschlägen erfahren. «Die Stimmung war nicht gut», sagt Rezzoli. Aus Sicherheitsgründen sei entschieden worden, den Seelsorger nicht zu den Gefangenen vorzulassen. (bar)