Widnau unter Siegzwang

Wenn die Rheintaler gegen Schwellbrunn nicht siegen, steigen sie erstmals in die Nationalliga B ab.

Conrad Aschwanden
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Der Taschenrechner ist am Sonntag ein unverzichtbares Accessoire. Nur bei einem 5:2-Sieg bleibt das grosse Rechnen für Widnau sicher aus. (Bild: Bildmontage: Heinz Federer)

Der Taschenrechner ist am Sonntag ein unverzichtbares Accessoire. Nur bei einem 5:2-Sieg bleibt das grosse Rechnen für Widnau sicher aus. (Bild: Bildmontage: Heinz Federer)

FAUSTBALL. Am Sonntag ab 17 Uhr fällt an drei Orten die Entscheidung in der NLA-Qualifikation. In der Aegetenhalle droht den Widnauern ein historischer Augenblick: Um unabhängig von den anderen Resultaten in der NLA zu bleiben, brauchen sie gegen Schwellbrunn einen 5:2-Sieg.

Vor den letzten Spielen führen Diepoldsau und Jona mit jeweils acht Punkten die Tabelle an. Das Duo ist am Finalevent vom 25./26. Februar in Widnau sicher dabei. Rickenbach-Wilen (RiWi) mit vier Punkten sowie Schwellbrunn und Elgg-Ettenhausen (EE) mit jeweils zwei könnten dies ebenso noch schaffen – im Gegensatz zum Ausrichter des Finalturniers.

Rechnen angesagt

Widnau muss mindestens 5:2 gewinnen, wenn es die Relegation noch abwenden will. Denn bei Punktgleichheit zählen die direkten Begegnungen der betreffenden Mannschaften. Gewinnt RiWi gegen EE, bleiben die Thurgauer in der Schlusstabelle auf Platz drei und sind somit für den Finalevent qualifiziert. EE würde auf seinen beiden Punkten bleiben. Ebenso Schwellbrunn, wenn es gegen Widnau verliert. Widnau könnte mit einem Sieg zu den beiden aufschliessen. Dies würde eine eigene Tabellen-Rechnung mit den drei direkten Begegnungen verlangen. Bisher spielten EE – Schwellbrunn 1:5 und EE – Widnau 5:2.

Gewinnt jedoch EE bei RiWi, wären diese beiden in Widnau dabei. Der Absteiger würde dann in der Begegnung zwischen Widnau und Schwellbrunn bestimmt, wobei das Satzverhältnis in der Frage nach dem Absteiger keine Rolle spielt. Wenn aber bei dieser Konstellation Schwellbrunn siegt, würde das grosse Rechnen zwischen EE, RiWi und den Appenzellern um die Finalplätze 3 und 4 losgehen ...

Widnau muss

Alles ganz einfach kann Widnau machen, wenn es gegen Schwellbrunn mit mindestens 5:2 gewinnt. Dann wäre der schon oft, aber noch nie derart drängend drohende Abstieg ein weiteres Mal abgewendet. Bisher dürfen sich Widnaus Faustballer damit brüsten, als einzige Mannschaft seit der Einführung der Nationalliga (Feld 1966, Halle 1975) stets in der höchsten Landesliga zu spielen.