Fussball
Widnau erzielt gegen Red Star Zürich kein Tor, bleibt aber ungeschlagen

Tiefes Geläuf und ein ebenso tief stehender Gegner Red Star Zürich verhindern den vierten Saisonsieg. Das Remis ist leistungsgerecht.

Lukas Alder
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Sahin Kaya liess wenig zu.

Sahin Kaya liess wenig zu.

Die ersten 20 Minuten verstrichen relativ ereignisarm, das Spiel fand folglich zu weiten Teilen im Mittelfeld statt. Erst nach 22 Minuten sorgte ein Ivanusa-Knaller für ein erstes Raunen, doch wirklich zwingend war auch dieser Versuch nicht. Überhaupt waren es nur Standards, die für ein bisschen Gefahr sorgten. So boten sich Red-Star-Mittelfeldspieler Martinelli gleich zwei Möglichkeiten, doch weder sein Freistoss (26.) noch sein Schlenzer nach einem kapitalen Missverständnis in Widnaus Abwehr (29.) führten zum Erfolg.

Von einem groben Abwehrfehler hätte wenig später auch Noah Thönig profitieren können. Nach einer Kopfballrückgabe wurde der Widnauer aber geschickt abgedrängt, wodurch sein Schuss keine Gefahr darstellte. Wesentlich gefährlicher wurde es kurz vor der Pause. Erneut waren es zwei Standardsituationen, die als Ursprung der Torgefahr dienten. Doch sowohl Samuel Thönig (41.) als auch Ilija Ivic drei Minuten später sahen ihre Versuche von der Latte zurück ins Spiel prallen.

Weckruf für das Heimteam

Nach dem Seitenwechsel hinterliessen die Gäste den stabileren Eindruck. Im Tor agierte der starke Senteler mit teils unkonventionellen Paraden, während seine Mitspieler vermehrt zum Abschluss kamen. Dabei hatte Simic nach einer guten Stunde die Chance zur Führung – er vergab jedoch kläglich.

Es war eine Art Weckruf für das Heimteam, doch mehr als ein Beinahe-Eigentor durch Durand nach einer Ivanusa-Flanke wollte nicht gelingen. Stattdessen hatten die Gäste nun Oberwasser – und beinahe ein goldenes Händchen mit ihren Einwechslungen. Doch sowohl Doe (83.) als auch Graf (89.Minute) vergaben einmal mehr. Gerade letzterer scheiterte allein vor Kovacic und vergab damit wohl den Matchball. Die letzten Minuten gipfelten in einer nicht enden wollenden verbalen Auseinandersetzung zwischen Martinelli und Diego Liechti, was von Schiedsrichter Jevremovic für beide mit Gelb quittiert wurde. Weil der Zürcher für sein Foul zuvor bereits verwarnt wurde, war sein Arbeitstag somit einige Minuten früher zu Ende.

Widnaus Co-Trainer Daniel Lüchinger sprach nach dem Spiel von einem starken Gegner, «den stärksten, den wir bisher hatten». Das Unentschieden gehe in Ordnung, beiden Teams fehlte «ein richtiger Neuner». Ob sich Liechti und Martinelli derweil bei einer Mass Bier – passend zum «Oktoberfest» auf der Aegeten – versöhnten, wurde nicht übermittelt.

2.Liga inter, Gruppe 6

Widnau – Red Star Zürich 0:0

Aegeten – 320 Zuschauer – SR: Jevremovic.

Widnau: Kovacic; Alder, Ivic, Kaya, Massari; Liechti; Ivanusa (74.Andrade), S.Thönig (61. Lässer), Tüccar, Lamorte (61.D’Amico); N.Thönig.

Red Star: Senteler; Maffezzini, Scherrer, Simic; Martinelli; Ardito, Quadri (81.Doe), Escobar, Dreier; Durand, Teixeira (68.Graf)

Gelbe Karten: 36.Alder, 40.Scherrer (beide Foul); 82.Ivic (Reklamieren), 87.Tüccar, 90. Martinelli (beide Foul), 90.Liechti (Unsportlichkeit).

Gelb-Rot: 90. Martinelli (Unsportlichkeit).