Platzhirsche verteidigen ihr Revier

Der SC Rheintal verliert in Engiadina mit 5:7 (1:3; 3:3; 1:1). Obwohl das Spieltempo hoch war und die Rheintaler zwischenzeitlich den Ausgleich erzielten, fehlte es an Präzision. Engiadina – SC Rheintal 7:5 (3:1, 3:3, 1:1)

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Torhüter Mahir Mesinovic kam am Wochenende zu seinem ersten Einsatz für den SCR. (Bild: TB)

Torhüter Mahir Mesinovic kam am Wochenende zu seinem ersten Einsatz für den SCR. (Bild: TB)

EISHOCKEY. Das Spiel begann turbulent: Auf beiden Seiten wurde intensiv gespielt und Druck gemacht. In der vierten Minute kam dann die erste Strafe für die Luchse. Die Bündner bauten ein druckvolles Powerplay auf, doch das Tor passierte eher unglücklich. Die Scheibe wurde durch den Schlittschuh eines SCR-Verteidigers ins Tor abgelenkt.

Zwei Eigentore

Die Ausgleichsbemühungen des SC Rheintal wurden nicht belohnt: Broder und Popp scheiterten an Engiadina-Torhüter Mattia Nogler. Im darauffolgenden Powerplay konnten die Rheintaler dann ihre Chance nutzen. Die Scheibe lief gut von Strebel über Popp zu Knöpfel, der sie dann nur noch versenken musste. Doch dann passierte, was nicht hätte passieren dürfen: Direkt nach dem Bully folgte das nächste Eigentor. Marco Huder spielte die Scheibe von hinter dem Tor an Simon Ades Schoner, wo sie unglücklich den Weg ins Tor fand. Durch Mangel an Aufmerksamkeit ging ein Engadiner vergessen und konnte in der 18. Minute aus dem Slot unbedrängt zum 3:1 abziehen. Nach der ersten Drittelpause nutzten die Bündner die fehlende Zuordnung der Rheintaler aus und erzielten durch Diego Dell'Andrino das 4:1.

Gute Rheintaler Phase

Nun folgte die wohl beste Phase des SCR. Broder traf laut Schiedsrichter nur das Lattenkreuz – oder war es doch ein Tor? Mit einem genialen Sololauf von Captain Sascha Moser begann dann die Rheintaler Aufholjagd. Michael Holdener scheiterte vor Noglers Gehäuse, erkämpfte sich darauf die Scheibe aber wieder und spielte sie weiter zu Matthias Popp, der reüssierte.

Ein genialer Steilpass von Sandro Bleiker zu Sascha Moser sorgte für den Ausgleichstreffer. Die Freude auf Seiten der Rheintaler war aber von kurzer Dauer. Diego Dell'Andrino und kurz darauf Marco Huder nutzten die Unkonzentriertheit der Rheintaler aus und erhöhten auf 6:4. Coach Othmar Capaul setzte ein Zeichen und ersetzte den unglücklich kämpfenden Simon Ade durch Mahir Mesinovic, der in Engiadina zum ersten Mal in der Saison zum Einsatz kam.

Mesinovics guter Einstand

Dieser verteidigte das Rheintaler Gehäuse bis zur 47. Minute einwandfrei, musste sich dann aber gegen Diego Dell'Andrino geschlagen geben. Das Spiel flachte ein wenig ab, bis die Rheintaler in doppelter Überzahl spielen konnten. Matthias Fussenegger verwandelte den Pass von Stefan Strebel mit einer sehenswerten Direktabnahme zum 7:5. Nun versuchte das Rheintaler Trainergespann mit vier Stürmern und einem Verteidiger das Ruder doch noch herumzureissen. Auch als sie eineinhalb Minuten vor Spielende ohne Torhüter weiterspielten, gelang ihnen kein Tor mehr. Den Luchsen bleiben nun zwei Wochen Zeit, ihr Spiel zu korrigieren und am 10. November in Widnau vor Heimpublikum zu punkten. (LB/TB)

2. LIGA, GRUPPE 2

SZ EH Scuol – 192 Zuschauer – SR: Torti/Rogger/Linesmen.

Tore: 4. Tissi (S. Gantenbein) 1:0; 14. Knöpfel (Strebel, Popp) 1:1; 15. Huder (Dorta, C. Gantenbein) 2:1; 17. Dorta (C. Gantenbein) 3:1; 21. Dell'Andrino (Tissi) 4:1; 26. Moser (Broder, Amman) 4:2; 27. Popp (Holdener-Rohner, Ungricht) 4:3; 28. Moser (Rauter) 4:4; 30. Dell'Andrino (Dorta) 5:4. 32. Huder (C. Gantenbein, Dorta) 6:4; 46. Del'Andrino 7:4; 54. Fussenegger (Popp, Strebel) 7:5.

Strafen: Engiadina 2×2 Minuten; Rheintal: 2×2 Minuten.

Engiadina: Nogler; Müller, Stecher, à Porta Jon, Bott, Roner, Felix; Fries, Roner, Corsin Gantenbein, Huder, Castellani, Dell'Andrino, Sascha Gantenbein, Tissi, Pult, Dorta, Riatsch, Tissi, Jaun. Headcoach: Berni Gredig.

SC Rheintal: Ade, Mesinovic; Fussenegger, Bleiker, Bürki, Ammann, Kühnis; Ungricht, Moser, Schawalder, Broder, Strebel, Widmer, Paul, Sutter, Knöpfel, Rauter, Popp, Holdener-Rohner. Headcoach: Capaul Othmar.