Pfarrerin gewählt und Steuern gesenkt

Unter grossem Applaus wählte die Kirchbürgerversammlung Manuela Schäfer zur neuen Pfarrerin von Berneck. Die gute Finanzlage erlaubt eine zweiprozentige Senkung des Steuerfusses.

Maya Seiler
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Mit kräftigem Applaus hiessen die Kirchgemeindeglieder die soeben gewählte Pfarrerin Manuela Schäfer willkommen. (Bilder: Maya Seiler)

Mit kräftigem Applaus hiessen die Kirchgemeindeglieder die soeben gewählte Pfarrerin Manuela Schäfer willkommen. (Bilder: Maya Seiler)

BERNECK-AU-HEERBRUGG. Der Gottesdienst, festlich und modern umrahmt von der Konfband unter Andy Korsch, schloss mit dem Abba-Hit «Souper Trouper». Dieser bildete die perfekte Überleitung zur Kirchgemeindeversammlung, hat er doch ungefähr den Jahrgang von Manuela Schäfer, die es gestern zu wählen galt. Kirchgemeindepräsident Boris Züst erläuterte, warum die Wahl der Pfarrerin von Berneck in Au durchgeführt werde: Erstens sei im Turnus der Versammlungen Au an der Reihe und zweitens sei Manuela Schäfer für die ganze Kirchgemeinde zuständig. Der grosse Aufmarsch von 86 Stimmberechtigten zeigte das Interesse an der Pfarrwahl. Die deutsche Pfarrerin ist seit zwei Jahren in Berneck tätig und hat zu allen Altersgruppen einen guten Draht gefunden. Boris Züst als Präsident der Pfarrwahlkommission gestand, es sei sofort klar gewesen, «die wollen wir!». Manuela Schäfer wurde mit Akklamation gewählt, unter dem Vorbehalt ihrer Ordination vom 5. Mai. Diese wird gleich mit der Installation der neuen Pfarrerin verbunden; Boris Züst stellte den Kirchgemeindemitgliedern ein grosses Fest in Aussicht. Die Kirchgemeindeversammlung wählte auch zwei neue Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft; mit Armin Bartl aus Oberfahr und Elsbeth Bieder aus Au ist diese nun wieder vollzählig. Finanzchef Kurt Geiger erläuterte Rechnung und Voranschlag. Er sagte, es sei wohl sein Los, jedes Jahr ein Defizit zu budgetieren, das sich im Laufe des Jahres in einen Gewinn verwandle. Auch 2012 konnte er statt dem budgetierten Minus einen Jahresgewinn von fast 21 000 Franken ausweisen. Da es in den letzten Jahren immer etwas zu renovieren gab, verzichtete man auf eine Steuer-Reduktion. Für 2013 sind nun keine Bauvorhaben geplant, was der Kirchenvorsteherschaft erlaubte, eine Steuerfuss-Senkung um zwei Prozent vorzuschlagen. Weitere Anregungen fielen in der Allgemeinen Umfrage: Die KiVo will Taufstein und Abendmahlstisch in der evangelischen Kirche Berneck mobil gestalten, um bei Konzerten mehr Platz für die Musiker zu haben. Ein Mitglied regte an, mit den Konfirmanden ein Projekt in Siebenbürgen zu besuchen. Eine Mutter wünschte eine stärkere Betonung der religiösen und kirchlichen Grundlagen in den Sonntagsschullagern.

Boris Züst (2. v. l.), mit Armin Bartl, Manuela Schäfer und Elsbeth Bieder.

Boris Züst (2. v. l.), mit Armin Bartl, Manuela Schäfer und Elsbeth Bieder.