Klarinetten zum Dreikönigstag

Zum Dreikönigstag und im Gedenken an den Altstätter Künstler Ferdinand Gehr spielt morgen Freitag in der Klosterkirche Maria Hilf das Klarinettenensemble «up Art clarinet quartet» aparte Klarinettenmusik.

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Das «up Art clarinet quartet», von links: Levent Ivov, Emil Scheibenreif, Sandra Schmid, Markus Beer. (Bild: pd)

Das «up Art clarinet quartet», von links: Levent Ivov, Emil Scheibenreif, Sandra Schmid, Markus Beer. (Bild: pd)

ALTSTÄTTEN. Das Dreikönigskonzert morgen Freitag, 20 Uhr, in der Klosterkirche Maria Hilf eröffnet die Saison 2012 des Altstätter Konzertzyklus. Im Gedenken an den Künstler Ferdinand Gehr, der in den Kirchenfenstern den Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi dargestellt hat und der an diesem Tag seinen 116. Geburtstag feiern könnte, spielt das bekannte Klarinettenquartett «up Art clarinet quartet».

Aparte Klarinettenmusik

«up Art» ist eine Wortkombination von «Art» für Kunst und «apart», also reizvoll, aber nicht im Sinne von lieblich, sondern eher von gewagt. So wagen die vier Musiker den Spagat zwischen Interpretationen zeitgenössischer Originalwerke und klassischen Transkriptionen. Durch die Verbindung klarinettistischer Eigenheiten – Virtuosität, dynamische Bandbreite und warmem Klang – gelingt es den Musikern, jeder Gefühlslage musikalischen Ausdruck zu verleihen. Die Mitglieder des «up Art clarinet quartet» studierten alle bei Prof. Alois Brandhofer, ehemaliger Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker und heute Professor für Klarinette am Mozarteum Salzburg.

Nach Studienaufenthalten in Salzburg, Linz, Graz, Feldkirch, Innsbruck und Basel haben sich die vier Klarinettisten 2002 in Vorarlberg wieder getroffen und sich entschlossen, gemeinsam Klarinettenmusik auf höchstem Niveau zu interpretieren und dem Publikum das Instrument «up-artig» nahezubringen.

Ankunft der Königin von Saba

Anstelle der Heiligen Drei Könige erscheint im morgigen Konzert die Königin von Saba. Friedrich Händel hat dieses Werk geschrieben. Es ist also barocke Musik, die nun von Klarinetten gespielt wird, ein Instrument, das zu Händels Zeiten höchstens als Chalumeau, der Vorläufer der Klarinette, bekannt war. Der warme Klang kommt dem Klang der Streicher nahe, so dass wohl Händel und auch Albinoni nichts dagegen einzuwenden hätten. Nach Tommaso Albinonis Sonate «en sol mineur» erklingt das Quartett op. 2 Nr.1 in Es-Dur von Bernhard Henrik Crusell, ein Komponist der Klassik und Romantik. Zu hören sind weiter Kompositionen für Klarinette von zeitgenössischen Komponisten: von Patrick Hiketick, Franz Cibulka und Harry Stalpers.

Der Konzertzyklus dankt Frau Mutter, Sr. Benigna, die für dieses Konzert die Klausur öffnen wird, damit der Besucherandrang bewältigt werden kann. Eintritt frei; Kollekte. (pd)