Kirchgemeinde bekommt frischen Wind

WIDNAU. Die Evangelische Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern hat ein neues Pfarr-Ehepaar. Silke und Urs Dohrmann wurden gestern von der Kirchbürgerschaft gewählt. Sie treten im März 2013 die Pfarrstelle im Jobsharing an.

Janine Hürlimann
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An der ausserordentlichen Kirchbürgerversammlung von gestern Abend im evangelischen Kirchgemeindehaus wurde das Pfarr-Ehepaar Silke und Urs Dohrmann mit 68 Stimmen einstimmig gewählt. Die erfahrenen Pfarrleute werden sich ab kommendem März 2013 eine 100-Prozent-Stelle für den Pfarrkreis Widnau-Kriessern teilen.

Optimale Lösung gefunden

«Wir freuen uns sehr, nach Widnau zu kommen und sind sicher, dass wir uns hier wohl fühlen werden», sagte Urs Dohrmann. «Hier finden wir eine gute Lebensqualität vor. Die Leute sind sehr nett», fügte Silke Dohrmann hinzu.

Die Bedürfnisse der Menschen kennenlernen, habe Priorität. Bereits am 12. August hatten die beiden eine Gastpredigt gehalten.

Es gab mehrere Gespräche mit der Pfarrwahlkommission und der Kirchenvorsteherschaft. Zudem habe man die beiden an ihren jetzigen Arbeitsorten des öfteren besucht. «Wir sind überzeugt, mit der Wahl des Ehepaares Dohrmann die beste Wahl getroffen zu haben», erklärte die Präsidentin Käthi Witschi.

Nebst der beruflichen Qualifikationen passen die Bodenständigkeit und die ruhige Art gut in das neue Umfeld.

Kompetenz im Doppelpack

Die Dohrmanns haben schon etliche Male ihr soziales Engagement in Projekten bewiesen. Silke Dohrmann arbeitet zur Zeit in einem 70-Prozent-Pensum als Pfarrerin in Bergün. Urs Dohrmann ist vollamtlicher Pfarrer in Davos-Platz. Da beide Töchtern nun erwachsen sind, möchten Silke und Urs Dohrmann beruflich etwas kürzer treten und am gleichen Ort arbeiten. «Für unsere Kirchgemeinde bringt es den Vorteil, dass sich zwei Pfarrleute austauschen können und eine Meinung mehr in Betracht gezogen werden kann», meinte Käthi Witschi. Bis zur Pensionierung bleiben dem Pfarr-Ehepaar noch neun Jahre. «Die Erwartungen an die neuen Pfarrleute sind hoch», erklärte ein Votant. Er machte darauf aufmerksam, dass auch die Kirchbürgerinnen und Kirchgemeinden zum Wohle aller einen Beitrag zu leisten haben.

Silke Dohrmann war im Gomadingen (D) als Pfarrerin tätig, bevor sie 2002 verschiedene seelsorgerische Tätigkeiten in Graubünden übernahm. Seit 2006 wirkt sie als Pfarrerin in Bergün. Ihre beruflichen Stärken sind Predigt, Theologie, Seelsorge, Schul- und Konfirmanden-Unterricht, sowie die Familienkirche. Urs Dohrmann ist St. Margrether Bürger. Vor seiner Tätigkeit in Davos arbeitete er in Deutschland. Seine beruflichen Stärken sind Predigt, Theologie, Seelsorge und Diakonie.