Eis-Fest für Sportler und Zuschauer

Drei von 47 Teams waren vom Widnauer EV Mittelrheintal. Sie begeisterten wie alle mit eleganten Vorführungen.

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Synchroneislauf. Wachsam und pingelig beobachteten die Wertungsrichter die Vorführungen der Teams im Training (wo die Jury hie und da korrigieren muss) und im Wettkampf. Begeistert waren die Zuschauer auf den Rängen; sie klatschten, mal spontan, mal rhythmisch. Manche hatten gar ein Instrument dabei, um die Unterstützung für ein Team zu betonen.

Angetan war auch Monika Schmidt, Trainerin der Ice Spice, von der Darbietung ihres Nachwuchsteams: «Im Januar gab es noch zwei Stürze, diesmal liefen die Mädchen praktisch fehlerfrei.» Daraus resultierte der vierte Rang von elf Teams. Im zweiten Jahr laufen die Widnauerinnen die Kür zum Lied «Mary Poppins». Erstmals zeigte dagegen das EVM-Erwachsenen-Team, die Ice Rubies, das aus elf Frauen und einem Mann besteht, seine Kür zu spanischer Musik. Am Sonntag starteten die Ice Storms in der Kat. Senioren.

Spitzen- und Breitensport

Dort wo bei Eishockeyspielen der Ostrank ist, gab es das EVM-Café. Statt Bier und Fleischkäse führte man Kaffee und Kuchen im Angebot. Die Sporthalle Aegeten war in der Hand der Eisläuferinnen: das Einturnen, Umziehen, Mittagessen – alles spielte sich auf engem Raum ab. Gedränge gab es dennoch selten, die Tribüne war mit wechselnden Zuschauern stets gut gefüllt. Draussen ging das entspannte Eis-Fest weiter.

Fröhlich waren die Sportler: Den Spitzensport sah man auf dem Eis, den Breitensport spürte man rundherum. Synchroneislauf ist viel familiärer als ein Einzelwettkampf. Das zeigte auch die Rangverkündigung, als alle Eisläuferinnen gemeinsam übers Eis kurvten. Kleine Mädchen mit Frauen aus allen Ländern und eher selten auch Männer. Eislaufen in seiner vollen Pracht und scheinbar der Schwerkraft trotzend. (ys)