Beschwingte Seelen unterwegs

Die Singing Souls überzeugten mit ihrem neuen Programm aus jazzigen Songs aus den USA, klassischer Musik von Mozart oder Beatles-Ohrwürmern. Die neunköpfige Gruppe begeisterte das Publikum auf vielseitige Weise.

Daniel Eichkorn
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Die Singing Souls unterhalten mit humorvoll inszenierten Liedern verschiedenster Stilrichtungen. (Bild: Daniel Eichkorn)

Die Singing Souls unterhalten mit humorvoll inszenierten Liedern verschiedenster Stilrichtungen. (Bild: Daniel Eichkorn)

Diepoldsau. Das evangelische Kirchgemeindehaus war Samstag bis auf den letzten Platz gefüllt: «Kultur uf de Rhyinsel» hatte die Singing Souls zu einem Konzert eingeladen. Die Gruppe gibt es seit elf Jahren. Seit zwei Jahren treten sie in der klassischen Besetzung mit Esther Pizzeghello und Bettina Seiz im Sopran, Marianne Oberle und Rita Sieber im Alt, Beat Zünd und Björn Wiget im Tenor und Markus Waser und Peter Zünd im Bass auf. Am Elektro-Piano begleitet der musikalische Leiter Marcel Sieber.

Gemeinsam haben sie schon über 100 Lieder einstudiert. Etwa alle zwei Jahre erfreuen sie mit einem neuen Programm. Bemerkenswert ist, dass alle bis auf Peter Zünd in pädagogischen Berufen tätig sind.

Unterwegs in der Welt

Im aktuellen Programm führen die Singing Souls zuerst in die USA der 1940er Jahre. Beschwingt trägt die Gruppe ihre Koffer auf die Bühne: «Sing, Sing». Mit einem brennenden Feuerzeug in der Hand suchen die Sängerinnen und Sänger nach «Mr.

Sandman». Nach «Top of the world» wechseln die Stimmen ihre Plätze für «It don't mean a sing», wobei Instrumente wie ein Hi-Hat, Trompeten oder ein Bass nachgemacht werden. In «Gluxemo junction» gab Esther Pizzogello ein Solo und zeigte, dass sie auch das «Mulörgele» versteht. Bettina Seiz interpretierte gekonnt den Stil von Errol Garner, begleitet vom Hi-Hat. Mit dem Liebeslied «Bei mir bist du schön» konnte sich das Publikum identifizieren.

Björn Graf vermochte mit kraftvoller Stimme vor Augen zu führen, wie man sich in der «Madworld» fühlt. Darauf fordert Bass Markus Waser Bewunderung für seine Stimmlage und singt auf Deutsch «Probiers mal mit 'nem Bass». Bei «Don't worry» sorgen abwechselnd gesungene Tonsilben für die erwünschte Dynamik. Voller Wehmut geht es mit «Wir hatten eine gute Zeit» in die Pause.

Von Mozart zu den Beatles

Nach Schwarzgrün steht die Gruppe dann in Schwarzrot bei Kerzenschein auf der Bühne und geht in der Zeit zurück zu Mozarts «Kleiner Nachtmusik». Bei diesem Stück verwendet die Gruppe das einzige Mal Noten: Die Komposition wird dreisätzig aufgeführt. Dann bringen die Singing Souls die Beatles auf die Bühne zurück: «Penny Lane», «Follow the sun» und «When I'm 64» klingen noch immer in den Ohren nach.

Für «Blackbird» imitiert Björn Wiget gekonnt verschiedene Vogelstimmen. Nach einem tragisch-komischen französich-deutschen Duett von Esther Pizzeghello und Markus Waser in Paris werden auch noch «Die Prinzen» ausgepackt. Und mit witzig inszenierten Liedern wie «Das Fahrrad», «Dich gibt's nur einmal» oder «Ich wär so gerne Millionär» bringen die Singing Souls ihr Publikum auch zum Lachen.