30 Jahre Grüntal und kein bisschen müde

Drei Jahrzehnte ist Fredi Koller nun schon Gastgeber im Restaurant Grüntal. Dies feierte er letzten Samstagabend im Kreise seiner Familie und von rund 80 Stammgästen. Es war ein Gala-Abend der Superlative.

Waltraud Kobler
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Jubiläumsfreude bei drei Generationen, von links: Nicole Koller, Gastgeber Fredi Koller, Regina Koller und Diego Koller.

Jubiläumsfreude bei drei Generationen, von links: Nicole Koller, Gastgeber Fredi Koller, Regina Koller und Diego Koller.

ALTSTÄTTEN. Bei strahlendem Sonnenschein konnte Fredi Koller seine zahlreichen Gäste, Verwandten, Bekannten und Freunde in der idyllischen Gartenoase begrüssen. Dabei brachte er grosse Befriedigung an seiner Arbeit und sein Herzblut für sein Restaurant zum Ausdruck. Jack Griss, der im «Grüntal» bereits öfters Geschichten an Events zum Besten gegeben hat, führte die Gäste durch den Abend. Diese freuten sich, den Apéro unter freiem Himmel, an einem lauschigen Plätzchen – sei es auf einem Lounge-Sessel oder an Gartentischen – geniessen zu können und gemütlich miteinander zu plaudern.

Mit einem grandios zusammengestellten Repertoire wurde die sommerliche Atmosphäre musikalisch gediegen umrahmt. Markus Nauer (Kontrabass und Handharmonika), Bernhard Klas (Saxophon und Kontra-Altklarinette) sowie die stimmgewaltige Alex Suter (Gitarre) begeisterten die aufmerksamen Zuhörer sowohl im Freien als auch in der Gaststube. Was kann schöner sein, als sich nebenbei am vielfältigen Vorspeisenbuffet zu bedienen?

Die Mutter des Gastgebers, Regina Koller, hat sich Gedanken zum Jubiläum gemacht. Witzig und pointiert erzählte sie von den vielen Jahren, die geprägt waren von Freud und Leid, Glück und Pech, und wie letztlich die arbeitsreichen Jahre im Gastgewerbe mit Erfolg gekrönt wurden.

Von früher und heute

Die Grosskinder Nicole und Diego stellten interessante Fragen, die die Grossmutter gerne beantwortete: «Früener hät me zum Tanz glade – hüt hät me Events. Früener hät mer eifachi Menüs a'botte – hüt heisst es Gourmet-Metzgete. Früener hönd mer en Rossschwanz gha – hüt hät me halt e Hube», lauteten einige Anekdoten, die die Lacher auf ihrer Seite hatten.

Nachdem sich die Gäste mit den delikaten Speisen des Hauptgangs verwöhnen liessen, präsentierte das «Grüntal»-Team mit einer farbenfrohen Modeschau, wie die Serviertöchter früher gekleidet waren. Ebenso amüsant fiel die Show des Küchenpersonals aus, das über statistische Verbrauchswerte an Lebensmitteln und Getränken sowie Tops und Flops während 30 Jahren informierte. Es war spürbar, dass das Personal seinen Chef schätzt. Dieser Showblock wurde abgerundet mit einer Schwyzerörgeli-Darbietung des langjährigen Mitarbeiters Rolf, der bei vielen Gästen bestens, aber lediglich unter seinem Vornamen bekannt ist.

Feierlich zum Anlass strahlte im Freien der Mond vom Sternenhimmel, als die Gäste sich von den leckeren Dessertkreationen vom Buffet verführen liessen.

Hier ist man Mensch

Zuletzt zeigte Fredi Koller mittels Beamer einen Querschnitt über das 30-jährige Bestehen. Dabei wurde ersichtlich, dass das «Grüntal» seit Beginn immer offen für Neues war, was wohl das Erfolgsrezept ist. Die Küche des «Grüntals» darf stolz darauf sein, zur Gilde der etablierten Schweizer Gastronomen zu zählen. Ebenso hat sich das Rheintaler Restaurant bereits einen kulturellen Namen mit seinen vielfältigen Events gemacht. «Mein Team und ich haben sehr gerne mit Gästen zu tun, und es freut uns immer wieder, Sie nicht nur als Gast, sondern auch als Mensch, bei uns begrüssen zu dürfen», sagte Koller zum Abschied.

Beeindruckten mit ihrer musikalischen Umrahmung, von links: Bernhard Klas, Markus Nauer und Alex Suter. (Bilder: Waltraud Kobler)

Beeindruckten mit ihrer musikalischen Umrahmung, von links: Bernhard Klas, Markus Nauer und Alex Suter. (Bilder: Waltraud Kobler)