Kommission weist Kritik an der Linthverwaltung zurück

ST. GALLEN. Die Staatswirtschaftliche Kommission des St. Galler Kantonsrats entlastet den ehemaligen Sekretär der Linthebene-Melioration vom Verdacht der Korruption und von anderen Vorwürfen. Wie die Kommission in einem Communiqué schreibt, stellt sie der Linthverwaltung ein gutes Zeugnis aus.

Drucken

ST. GALLEN. Die Staatswirtschaftliche Kommission des St. Galler Kantonsrats entlastet den ehemaligen Sekretär der Linthebene-Melioration vom Verdacht der Korruption und von anderen Vorwürfen. Wie die Kommission in einem Communiqué schreibt, stellt sie der Linthverwaltung ein gutes Zeugnis aus. Sie habe auf eine Eingabe von 2013 reagiert, «die Handlungsweisen der operativen Ebene des interkantonalen Linthwerks in Frage gestellt hatte».

Konkret geht es um Vorwürfe des früheren Sekretärs der Linthebene-Melioration, Erwin Tremp, die in den «Obersee-Nachrichten» publik wurden. Tremp hatte dort kritisiert, dass die Auftragsvergabe an den Linthingenieur Markus Jud nicht den Vorschriften entsprochen habe, und er äusserte auch einen Korruptionsverdacht. Die Staatswirtschaftliche Kommission habe diese Vorwürfe von Tremp untersucht, bestätigte Margrit Stadler-Egli (CVP), Präsidentin der Kommission, auf Anfrage. Sie träfen nicht zu, und die Linthverwaltung sei entlastet.

Hintergrund der Untersuchungen sind die komplexen Anstellungsbedingungen rund um das Linthwerk: Der Linthingenieur Markus Jud ist zu 60 Prozent beim Linthwerk angestellt. Jud ist aber auch Teilhaber der P. Meier & Partner AG, die für die Linthverwaltung entschädigt wird. Weder die Art und Weise der Anstellung von Jud als Ingenieur noch die Mandatierung der P. Meier & Partner AG für die Linthverwaltung, noch die organisatorische Lösung habe Anlass zu Beanstandungen gegeben, so die Kommission. Jud und die Firma seien von allen Aufträgen in Sachen Linthsanierung ausgeschlossen, betonte Stadler.

Die Kommission weist darauf hin, dass ein erheblicher Teil der medialen Missstimmung ihren Ursprung in Ereignissen hätten, die lange Zeit zurücklägen. (sda)