Jackpot-«Gewinner» will vor Gericht Millionen erstreiten

43 Millionen Euro – so viel glaubte ein Schweizer im Casino Bregenz gewonnen zu haben. Dieses macht einen Softwarefehler geltend. Nun muss das Gericht entscheiden.

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BREGENZ. Die Schadenersatzklage eines Schweizers gegen die Betreiber der Casinos Austria wird am 10. Januar am Landesgericht Feldkirch verhandelt. Die Casinos Austria verweigerten dem Kunden die Auszahlung eines Jackpots in zweistelliger Millionenhöhe.

Kläger agiert vorsichtig

Der 26-Jährige hatte am 26. März dieses Jahres an einem Spielautomaten im Casino Bregenz vermeintlich den Jackpot in Höhe von fast 43 Millionen Euro geknackt. Das Casino verweigerte aber unter Verweis auf einen Softwarefehler die Auszahlung des Gewinns.

Nach Angaben des Rechtsanwalts des Schweizers wurde die Klagesumme wegen der Gerichtsgebühren vorerst auf fünf Millionen Euro festgelegt. Die Gebühren belaufen sich in dem Fall auf rund 62 000 Euro, bei einem Streitwert von 43 Millionen Euro wären über 500 000 Euro an Gebühren fällig geworden. Die Klagesumme könnte im Rahmen des Prozesses aber noch angehoben werden.

Softwarefehler soll schuld sein

Der Schweizer ist der Meinung, bei seinem Besuch im Casino den Jackpot ausgelöst zu haben. Auf der Anzeige schien zu seiner Freude eine Summe von fast 43 Millionen Euro auf. Laut dem Mann entfernte dann aber ein Mitarbeiter den Chip des Automaten, um ihn zu überprüfen.

Dabei stellte sich offenbar heraus, dass ein Softwarefehler vorlag. Es sei auch für den Kunden an der Anzeige klar erkennbar gewesen, dass er nicht gewonnen habe, heisst es seitens des Casinos. Zudem weise der Automat ein Gewinnlimit von 4500 Euro aus.

Der Rechtsanwalt des Schweizers hatte bereits im September beklagt, dass die Casinos Austria keine Bereitschaft gezeigt hätten, zu einer Aufklärung der Vorkommnisse unter Einbeziehung unabhängiger Experten beizutragen. Casinos-Sprecher Martin Himmelbauer hatte damals betont, «dass rechtlich alles korrekt ist». (sda)