Abstimmung
In St. Gallen scheitert das Burkaverbot deutlich

Zweimal Nein, einmal Ja: Das ist das Resultat der eidgenössischen Abstimmung in St. Gallen. Hier finden Sie alle Details zu den Ergebnissen in der Gemeinde.

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So haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in St. Gallen zu den Vorlagen vom Sonntag entschieden.

So haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in St. Gallen zu den Vorlagen vom Sonntag entschieden.

(chm)

Mit 62.7 Prozent Nein hat St. Gallen das Verhüllungsverbot mit einem der deutlichsten Resultate in der Schweiz abgelehnt. Schweizweit wies die Gemeinde den zwölftgrössten Nein-Anteil aus. Die Schweiz stimmte 51.2 Prozent Ja. Im Kanton St. Gallen ging die Abstimmung zum Verhüllungsverbot mit 53.1 Prozent Ja aus.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 53 Prozent Nein zum Verhüllungsverbot, in den ländlichen gab es 59 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 55 Prozent Ja. St. Gallen zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Stadt.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 50.2 Prozent Ja zum Verhüllungsverbot, in der Romandie hiess es 53 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 60 Prozent Ja. Die Gemeinde St. Gallen stimmte also anders ab als ihre Sprachregion.

St. Gallen gehört zu den Gemeinden, die bei der Initiative für ein Burkaverbot anders abgestimmt haben als bei der Anti-Minarettinitiative von 2009. Zum Minarettverbot hatte die Gemeinde noch Ja gestimmt mit 51.1 Prozent. Der Umschwung beträgt 13.7 Prozentpunkte. Die Anti-Minarettinitiative aus SVP-nahen Kreisen war in der Schweiz im November 2009 mit 57.5 Prozent Ja-Stimmen befürwortet worden.

E-ID-Gesetz scheitert deutlich

Die Gemeinde St. Gallen hat deutlich Nein gesagt zum E-ID-Gesetz, und zwar mit 62.5 Prozent der Stimmen. Mit einem ähnlichen Nein-Stimmenanteil von 62 Prozent lehnte auch der Kanton St. Gallen die Vorlage ab. Die Schweiz stimmte 64.4 Prozent Nein.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 65 Prozent Nein zum E-ID-Gesetz, in den ländlichen gab es 64 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 63 Prozent Nein. St. Gallen zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Stadt.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 64 Prozent Nein zum E-ID-Gesetz, in der Romandie hiess es 68 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 56 Prozent Nein. Die Ablehnung in Gemeinde St. Gallen fiel somit ähnlich aus wie in der Deutschschweiz.

Mehrheit für Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien

In der Gemeinde St. Gallen hat es ein knappes Ja gegeben zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien. 53.6 Prozent befürworteten die Vorlage. Der Kanton St. Gallen befürwortete die Vorlage mit einem höheren Ja-Stimmenanteil, und zwar mit 56 Prozent. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 51.6 Prozent Ja.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 52 Prozent Ja zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien, in den ländlichen gab es 51.5 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 53 Prozent Ja. St. Gallen gehört in die grosse Gruppe der städtisch geprägten Gemeinden, welche das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien angenommen haben. Rund 73 Prozent dieser Gemeinden befürworteten die Vorlage. Die Bevölkerung in diesen Gemeinden lehnte die Vorlage mit 52 Prozent ab.

Beim Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien ist ein deutlicher Röstigraben erkennbar. Die Ja-Stimmenanteile unterscheiden sich zwischen der deutschen und der französischen Sprachregion um rund 16 Prozentpunkte. In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 56 Prozent Ja zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 51 Prozent Ja.

Mit 50.1 Prozent lag die Stimmbeteiligung in St. Gallen höher als im Kanton St. Gallen (48 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 51.2 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.