Wintersaison
Nicht nur Wengen und Kitzbühel haben einen Klassiker ‒ auch der Skilift Oberwangen zieht die Massen an

Seit diesem Wochenende ist die Skipiste im südlichsten Thurgau freigegeben. Am längsten Skilift des Kantons stehen rund 130 Skisportler und Snowboarder an und lassen sich am Bügellift auf 765 Meter über Meer ziehen. Ein Stimmungsbericht vom ersten Nachtskifahren, das zeitgleich die Saison eröffnet.

Christoph Heer
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Dank Flutlicht lässt sich auch in der Dunkelheit Skifahren.

Dank Flutlicht lässt sich auch in der Dunkelheit Skifahren.

Bild: Christoph Heer

In diesem Hinterthurgauer Skiparadies lässt man es sich gut gehen. Wer mit Ski oder Snowboard genug hat, geht direkt in das Arosa-Stübli, welches neu unter der Leitung von Heidi Straub mit ihrem Team geführt wird. Doch vorher will der weisse Teppich genutzt werden.

Erste Carving-Schwünge, mutige Sprünge und brüskes Abbremsen im Zielraum: So geht Skisportspass vom Feinsten. Noch ist die Piste am Freitagabend nicht ganz fertig, doch die Schneekanonen werden in den kommenden Nächten das ihrige dazu beisteuern, dass in diesen Tagen weiterhin gefahren werden kann. Ein Ponylift, ein Winterwanderweg sowie eine Kinderskischule sind in diesem Paradies übrigens ebenso vorhanden. Für Skilift-Genossenschaftspräsident Harald Wagner ein gelungener Auftakt.

Harald Wagner, Genossenschaftspräsident Skilift Oberwangen.

Harald Wagner, Genossenschaftspräsident Skilift Oberwangen.

Bild: PD
«Dass zur Eröffnung so viele Besucherinnen und Besucher kommen, ist wunderbar. Wir werden alles daran setzen, beste Pistenqualitäten anzubieten.»

In diesen ersten Betriebsstunden ist Wagner ein gefragter Mann, doch kann auch er sich vollends auf sein Team im Hinter- und im Vordergrund verlassen. Die Abläufe stimmen, die Bügel werden den Sportlern gereicht, die Beleuchtung erhellt und die Skifans sind schon jetzt voll des Lobes.

Wer den Bügel regelkonform an sich bringt, dem zaubert es ein Lachen ins Gesicht.

Wer den Bügel regelkonform an sich bringt, dem zaubert es ein Lachen ins Gesicht.

Bild: Christoph Heer

Warme Suppe und Würste von Willy

So sagen zwei junge Skifahrer aus dem Hinterthurgau, dass es cool sei, habe die Skiliftsaison gestartet. «Wir sind sicher schon zehnmal rauf und runter und haben noch lange nicht genug», sagen die beiden. Bei kalten Minus 8 Grad Celsius sind an diesem Freitagabend warme Winterkleider unabdingbar. Für einen Snowboarder aus Turbenthal grad so an der Grenze des Machbaren. «Ja, es ist unglaublich kalt. Aber so lange es nicht windet, liegen vier bis fünf Abfahrten locker drin», sagt er und verschwindet im Arosa-Stübli.

Das beliebte Arosa-Stübli wird in dieser Saison zum ersten mal von Heidi Straub (rechts) geführt. Dabei kann sie auf die Unterstützung einiger bewährten Freiwilligen zählen, unter anderem von Louise Koller.

Das beliebte Arosa-Stübli wird in dieser Saison zum ersten mal von Heidi Straub (rechts) geführt. Dabei kann sie auf die Unterstützung einiger bewährten Freiwilligen zählen, unter anderem von Louise Koller.

Bild: Christoph Heer

Wer in die «warme Stube» zu wärmendem Punsch, Kaffee oder Tee will, kommt nicht drumherum, bei Willy Nägeli vorbeizugehen. Der Kälte trotzend steht er da, schaut, dass die Cervelats und Bratwürste auf dem Grill in Hochform kommen und rührt wiederkehrend im Topf voller Kraftbrühe. «Es fühlt sich halt hier bei uns immer wieder richtig familiär an», sagt der ehemalige Fischinger Gemeindepräsident und trifft mit dieser Aussage den Nagel auf den Kopf.

Man kennt sich – oder man lernt sich kennen. Oberwangen; das Skiparadies für jung, alt, Familien und Alleinstehende, Einheimische und Auswärtige – schlicht für alle. Skiklassiker gibt es eben nicht nur in Wengen und Kitzbühel, sondern auch am südlichsten Zipfel des Thurgau.

Informationen zu Betriebszeiten, Preisliste und Arosa-Stübli unter: www.skilift-oberwangen.com