Felben-Wellhausen
Als Folge der Steuergesetzrevision: Gemeinderat erwartet für 2021 einen Rückgang der Steuereinnahmen

Die Gemeindeversammlung von Felben-Wellhausen befindet am Montagabend über die Rechnung 2019 und das Budget 2021 der Politischen Gemeinde.

Mathias Frei
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Blick auf das Gemeindehaus von Felben-Wellhausen.

Blick auf das Gemeindehaus von Felben-Wellhausen.

Bild: Mathias Frei

Gewissermassen wie Schwarz und Weiss: So präsentieren sich Rechnung 2019 und Budget 2021 der Politischen Gemeinde Felben-Wellhausen. Während der Abschluss des vergangenen Jahres einen unerwartet hohen Gewinn ausweist, rechnet der Gemeinderat für kommendes Jahr mit einem Defizit.

Nebst den Gemeindefinanzen werden die Stimmbürger am Montagabend an der Gemeindeversammlung (Heuberghalle, 19.30 Uhr) auch über einen Kredit für das Strassen- und Werkleitungsbauprojekt Martinistrasse befinden. Zudem stehen fünf Gesuche um Erteilung des Gemeindebürgerrechts auf der Traktandenliste. Im Anschluss an die Versammlung der Politischen Gemeinde lädt gleichenorts die Primarschule zur Gemeindeversammlung.

Trotz budgetiertem Verlust ein Gewinn

«Die Jahresrechnung 2019 der Politischen Gemeinde Felben-Wellhausen schliesst mit einem ausserordentlich positiven Ergebnis nach ordentlichen Abschreibungen von 443'633,09 Franken ab.» So heisst es in der Botschaft.

Der Ertrag lag bei 8,422 Millionen Franken. Budgetiert war ein Minus von 367'000 Franken. Dass der Abschluss nun 810'000 Franken besser daherkommt, liegt einerseits an Mehreinnahmen bei den Steuern von einer halben Million Franken. Zudem resultieren im Bereich der Sozialen Dienste tiefere Nettokosten von 117'000 Franken.

Weil der budgetierte Beitrag an die Genossenschaft Dorfzentrum über 1,3 Millionen noch nicht fällig wurde, schliesst die Investitionsrechnung mit Nettoeinnahmen von 822'000 Franken ab – statt Nettoausgaben von 2,33 Millionen.

Für 2021 ist ein Defizit vorgesehen

Das Budget 2021 rechnet bei unverändertem Steuerfuss (52 Prozent) und bei einem Aufwand von 8,515 Millionen mit einem Minus von 195'000 Franken. Es sind Nettoinvestitionen von 363'000 Franken geplant. Trotz erwartetem und bereits eingerechnetem Bevölkerungswachstum erwartet die Behörde gegenüber der Rechnung 2019 einen Rückgang bei den Gemeindesteuern von über 200'000 Franken als Folge der Steuergesetzrevision.