Wechsel
Christian Mader wird neuer Präsident der EDU Thurgau

An der Mitgliederversammlung im Frühling soll der Frauenfelder EDU-Kantonsrat Christian Mader den langjährigen Parteipräsidenten Hans Trachsel ablösen.

Christof Lampart
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Präsentierten Schwerpunkte der EDU-Politik (von links): Iwan Wüst-Singer, der designierte Parteipräsident Christian Mader, Hans Trachsel, Peter Schenk und Lukas Madörin.

Präsentierten Schwerpunkte der EDU-Politik (von links): Iwan Wüst-Singer, der designierte Parteipräsident Christian Mader, Hans Trachsel, Peter Schenk und Lukas Madörin.

Dies gab der Amriswiler Hans Trachsel, welcher die EDU in den vergangenen acht Jahren geleitet hat, an der Jahresmedienkonferenz der Partei bekannt. «Seit den letzten Wahlen war für mich klar, dass ich das Amt vor den nächsten Wahlen abgeben werde. An mich stellte ich den Anspruch, dass wir einen Nachfolger vorschlagen können», so Trachsel.

Christian Mader ist seit zehn Jahren Kantonsrat und er ist Fraktionspräsident der SVP/EDU-Fraktion im Frauenfelder Gemeinderat. Mader soll an einer Parteiversammlung im April offiziell gewählt werden. Nicht ändern wird sich im Jahr 2022 hingegen die Basis, auf welcher die Eidgenössisch-Demokratische Union politisieren will: «Wir glauben, dass es sich lohnt, Gott in die Prozesse und Entscheidungsfindungen mit einzubeziehen», so Trachsel.

Mader: «Nur noch Kopfschütteln»

Mader betonte, dass die EDU Thurgau zwar bis anhin alle Covid-Massnahmen des Bundes kritisch mitgetragen habe, doch seien die aktuellen «G»-Regelungen «sehr merkwürdig» und liessen sich nur «mit viel Fantasie einigermassen einordnen». Denn aktuell sei es, aus der Warte der offiziellen Stellen, «zweitrangig», ob jemand infiziert sei oder nicht; viel wichtiger sei, dass man ein Zertifikat vorlegen könne, was bei vielen Menschen «nur noch Kopfschütteln» hervorrufe, kritisierte Mader.

Kantonsrat Lukas Mädorin, Weinfelden, kam auf die aktuelle Lage von Detailhandel und Gastronomie zu sprechen. Während des Lockdowns habe er als Detailhändler und Gastronom «eine grosse Solidarität wie noch nie» verspürt, weil viele lokal eingekauft hätten. Als Gastronom habe er aktuell mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Dadurch, dass die Covid-Kredite viele Beizen vor der Schliessung bewahrten, fehlten heute viele Fachkräfte im Service und in der Küche. «Es sind aktuell zu wenige Leute auf dem Arbeitsmarkt.»

Geothermie und Ladestationen fördern

Kantonsrat Peter Schenk, Heldswil, mahnte an, dass viel mehr getan werden müsse, um die Ziele zur Energiestrategie 2050 erreichen zu können. Zwar sei die energetische Bodenseewassernutzung ein «richtiger und wichtiger Schritt», doch fehlten «nach wie vor die Massnahmen zur Gewinnung von erneuerbarer Grundlastenergie». Gerade deshalb müsste man vermehrt auf Tiefengeothermie setzen.

Kantonsrat Iwan Wüst-Singer, Tuttwil, will sich in Sachen Elektromobilität dafür stark machen, dass Arbeitgeber ausreichend viele Ladestationen erstellen müssen, damit die Angestellten tagsüber ihre E-Autos aufladen können. Dies sei sehr wichtig, denn damit könne man Netzüberlastungen vorbeugen, wie sie heute drohten. Denn würden 77 Prozent aller E-Autos über Nacht zu Hause aufgeladen, bestünde die Gefahr von Netzüberlastungen.