Aadorfer Kinder sind zu Gast am Fusse der «Gastlosen»

Am vergangenen Wochenende sind 38 Aadorfer Mädchen und Buben ins Pfarreilager im Ferienheim «Höfli» in Jaun FR aufgebrochen, wo sie abenteuerliche 14 Tage verbringen.

Kurt Lichtensteiger
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38 Aadorfer Kinder nahmen Abschied von den Angehörigen, um an der Sprachgrenze neue Erlebnisse zu sammeln. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

38 Aadorfer Kinder nahmen Abschied von den Angehörigen, um an der Sprachgrenze neue Erlebnisse zu sammeln. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Vor der Abfahrt mit einem komfortablen Bus gab es den üblichen Reisesegen, bevor die muntere Schar, frisch gestärkt mit dem Heiligen Geist, zu einem Gruppenfoto auf dem Kirchplatz posierte. Dabei machte Asterix, gemäss dem Motto für das Aadorfer Pfarreilager, «Asterix und Obelix», seine Aufwartung. Er kündigte an, dass ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Land nicht aufhört, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Kampfeshandlungen im von den Römern besetzten Gallien sind also vorprogrammiert.

Ein Blick auf das Lagerprogramm offenbart zudem weitere vielfältige Unternehmungen, seien es Kennenlern-Spiele, Stern-OL, olympische Spiele, Abenteuerspiele, Geländespiele, Ping-Pong, Zorrospiel, Töggeliturnier und Wanderungen. Nicht einmal die «Gastlosen», eine menschenabweisende Gebirgskette im Grenzgebiet der Kantone Freiburg, Bern und Wallis, deren bildhafte Bezeichnung sprichwörtlich ist, werden von den wanderlustigen Aadorferinnen und Aadorfern gemieden.

Viele Betreuer, wenige Kinder

Mit einer fast luxuriös anmutenden Zahl von 20 Betreuern dürfte die Schar unter der Lagerleitung von Patrick Strehler mehr als gut aufgehoben sein. Pfarrer Daniel Bachmann und Diakon Mathias Dietz sorgen für spirituellen Beistand, derweil Theres Spiranelli, Anita Mazenauer und Verena Rotach für das leibliche Wohl zuständig sind.

Die Unterkunft, die eine hervorragende Infrastruktur bietet, ist mit ihren 120 Betten unterbelegt. Ein Umstand, der Administrator Gaudenz Huwiler nachdenklich stimmt:

«Wir hoffen, dass sich nächstes Jahr wieder mehr Kinder anmelden.»

Er sagt dies mit Blick auf die tendenziell sinkenden Teilnehmerzahlen der vergangenen Jahre. Dabei steht ausser Zweifel, dass Kinder durch das Lagerleben in der Gemeinschaft wertvolle soziale Erfahrungen machen können, von den tollen Erlebnissen einmal abgesehen. Frohgemut werden sie nach zwei Wochen wieder zurückkehren.