Die Klage gegen das Casino Bregenz ist eingereicht

BREGENZ. Ein Schweizer hat gegen die Betreiber des Casinos Bregenz eine Klage in Höhe von fünf Millionen Euro eingereicht. Die Casinos Austria verweigern ihm die Auszahlung eines Jackpots in Höhe von fast 43 Millionen Euro mit Verweis auf einen Softwarefehler an dem Automaten.

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Der Schweizer brachte die Zivilklage am Landesgericht Feldkirch ein, wie der Innsbrucker Anwalt des Schweizers, Thomas Kerle, am Donnerstag mitteilte. Zudem sei eine Sachverhaltsdarstellung an das Finanzamt als Kontrollorgan für das Glücksspiel ergangen.

«Auch für Kunde erkennbar»
Der Schweizer hatte am 26. März 2011 bei einem Besuch im Casino Bregenz den Jackpot ausgelöst. Auf der Anzeige schien eine Summe von fast 43 Millionen Euro auf. Laut dem Kläger entfernte dann aber ein Mitarbeiter den Chip des Automaten, um ihn zu überprüfen. Dabei stellte sich offenbar heraus, dass ein Softwarefehler vorlag. Es sei auch für den Kunden an der Anzeige klar erkennbar gewesen, dass er nicht gewonnen habe, zudem weise der Automat ein Gewinnlimit von 4500 Euro aus, betont das Glücksspielunternehmen.

«Software-Fehler nicht nachgewiesen»
Die Casinos Austria hätten bisher keine Bereitschaft gezeigt, zu einer Aufklärung der Vorkommnisse unter Einbeziehung unabhängiger Experten beizutragen, beklagte der Anwalt. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch habe zudem einem Antrag auf Beschlagnahme des betroffenen Automaten am 30. März 2011 nicht stattgegeben. Der Software-Fehler, auf den sich das Casino berufe, sei daher bisher nicht nachgewiesen, so der Anwalt, der auch der Polizei mangelhafte Ermittlungsarbeit vorwarf. Das strafrechtliche Verfahren wurde dennoch bereits eingestellt.

«Gast war nicht zugänglich»
Casinos-Sprecher Martin Himmelbauer wollte sich am Donnerstag inhaltlich zu der Klage nicht äussern, da er diese bisher nicht kenne. «Wir wissen, dass rechtlich alles korrekt ist», betonte er jedoch. Dass man nicht gesprächsbereit sei, wies er zurück. Man habe sich um den Gast sofort nach dem Vorfall bemüht, dieser sei jedoch nicht zugänglich gewesen. Einen ähnlichen Automatenfehler habe es bei den Casinos Austria weder vorher noch nachher wieder gegeben. (sda)