Wechsel im Vorstand des Bergwirtevereins Alpstein

Die Bergwirte beschliessen an ihrer Hauptversammlung einige Neuerungen.

Karin Erni
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Für den abtretenden Kassier Hans Manser wählt die Versammlung den bisherigen Revisor Daniel Parpan. Präsident Thomas Manser wird im Amt betätigt. Daniel Lüchinger wird zweiter Revisor.

Für den abtretenden Kassier Hans Manser wählt die Versammlung den bisherigen Revisor Daniel Parpan. Präsident Thomas Manser wird im Amt betätigt. Daniel Lüchinger wird zweiter Revisor.

Karin Erni

Der Bergwirteverein Alpstein hielt seine 78. Hauptversammlung am Dienstagabend im Berggasthaus Hoher Hirschberg in Appenzell ab. Präsident Thomas Manser von der «Bollenwees» konnte 24 Mitglieder begrüssen. Als abwesend musste er Max Thoma vom Kronberg melden, der von seiner Stelle freigestellt worden sei. Dafür konnte Manser bereits Daniel und Isa Diem aus Speicher begrüssen, die das «Rössli» in Brülisau per 1.April übernehmen.

Personelle Änderungen

Kassier Hans Manser vom Berggasthaus Ruhesitz gab seinen Rücktritt aus dem Vorstand bekannt. An seine Stelle wählten die Mitglieder Daniel Parpan vom Berggasthaus Seealpsee. Er hatte bisher das Amt des Revisors inne. Für dieses rutschte der zweite Revisor, Albert Wyss vom Rotsteinpass, nach. Als neuen zweiten Revisor bestimmte die Versammlung Daniel Lüchinger vom Berggasthaus Staubern. Präsident Thomas Manser wurde per Akklamation für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt.

Bergwirte müssen mehr anpacken

Vorstandsmitglied Bruno Hehli rapportierte die Fronstunden, die letztes Jahr für die Instandstellung der Bergwege geleistet wurden. Mit 711 Stunden waren es noch weniger als in den letzten Jahren. Er appellierte an die Versammlung, dass die Betriebe und die Luftseilbahnen je 50 Arbeitsstunden leisten sollten. Angestrebt werde ein Ziel von 1400 Stunden.

Die Mitglieder befürworteten den Antrag des Vorstands auf Abschaffung des Sponsoringfonds. Dieses Konto soll neu ins ordentliche Werbebudget integriert werden. Die Mitglieder sprachen sich dafür aus, dass die Werbebeiträge nach einem Verteilschlüssel, gestaffelt nach Betriebsgrösse und Öffnungszeiten, zwischen 300 und 500 Franken pro Mitglied und Jahr betragen sollen. Diese Massnahme wird erst im Vereinsjahr 21/22 eingeführt. Die Jahresrechnung schliesst bei Einnahmen von gut 45000 Franken mit einem Gewinn von 3444 Franken. Der Jahresbeitrag wird bei 75 Franken belassen.

Whiskytrek wird auf neue Weise weitergeführt

Zu einigen Diskussionen unter den Mitgliedern führte der Whiskytrek, für den seit Ende 2019 keine neuen Bonbücher mehr erworben werden können. «Viele Leute meinten, es gebe den Trek nicht mehr», so Manser. Dem sei aber nicht so. Der Bergwirteverein wolle den Whiskytrek noch mindestens bis 2024 am Leben erhalten, da die Whiskys weiterhin in den Berggasthäusern erhältlich sind. Bons können auch im Besucherzentrum Brauquöll in Appenzell eingetauscht werden.

Thomas Manser präsentierte bereits eine neue Lösung mit Sammelmarken, die auf einen speziellen Faltprospekt der Bergwirtschaften geklebt werden können. Für eine volle Karte gebe es einen Setzkasten plus Geschenk, so der Präsident. «Das wird das Sammeln wieder spannend machen.» Weil jedoch immer noch falsch gedruckte Bons mit Ablaufjahr 2020 kursierten, und man den Käufern gegenüber kulant sein wolle, plädierten einige Mitglieder dafür, die Einführung der neuen Sammelmarken auf nächste Saison zu verschieben. So könnten jene, die noch nicht fertig sind mit Sammeln, dies noch erledigen. Die Versammlung beauftragte den Vorstand mit der Ausarbeitung einer sinnvollen Lösung.

Aurèle Meyer von der Brauerei Locher präsentierte einige eindrückliche Zahlen zum Whiskytrek. Insgesamt seien 60000 Bons verkauft, aber erst 45000 eingelöst worden, 9860 Liter Whisky seien bis jetzt an die Bergwirte ausgeliefert und dem Bund dafür 145000 Franken an Alkoholsteuern abgeliefert worden.