WATTWIL: Heizen mit sauberer Energie

Ein gemeinsames Generationenprojekt im Rahmen des Wärmeverbunds Wattwil wurde am Freitag eingeweiht und in einem Festakt seiner Bestimmung übergeben.

Thomas Rüegg
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Erfreut über das Label: Marcel Sturzenegger, Michael Steiger und Kurt Egger (von links).

Erfreut über das Label: Marcel Sturzenegger, Michael Steiger und Kurt Egger (von links).

Thomas Rüegg

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Alex Hollenstein hiess viele eingeladene Gäste im Gebäude im Flooz herzlich willkommen. Er gab auch seiner Freude über das wohlgelungene Werk Ausdruck, womit Wohn - und Geschäftshäuser mit sauberer Energie beheizt werden können. In der Bauzeit seien vom Flooz bis an die Bleikenstrasse an die 7,6 Kilometer Fernwärmeleitungen gelegt worden.

Der Ofen, wo Schnitzel, Späne, Rinde und Restholz verfeuert werden, deckt den Energiebedarf im Jahr zu 96 Prozent, bemerkte Ernst Bösch von der Firma Schmid in Eschlikon. Die restlichen 4 Prozent werden während der jährlichen Wartungsarbeiten mit einem Ölofen gedeckt. Walter Tschumper beantwortete unter anderem auch den interessierten Gästen ihre gestellten Fragen.

Apéro im Restaurant Thurpark

Nach Besichtigung der neuen Heizanlage waren die Gäste zur Einweihungsfeier mit Apéro und Nachtessen eingeladen. Thomas Grob sprach von einem bedeutenden Meilenstein in der Geschichte Wattwils. Den Wärmeverbund bezeichnete er als ein Generationenprojekt. Die Politische Gemeinde, die Schulgemeinde und auch die Thurwerke AG Wattwil hätten ein gemeinsames Projekt verwirklicht. Dies sei ein besonderer Schritt in die Richtung Eigenversorgung. Die Umsetzung einer konsequenten Energiepolitik sei für unser Land langfristig richtig. Dies lohne sich besonders aus Liebe zu unserer Landschaft.

Wattwil erhält ein Label

Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner bedankte sich für die Einladung zu diesem Fest. In seinen Dankesworten erwähnte er die gute Organisation. Energie soll für uns alle ein zentrales Thema sein. Alois Gunzenreiner sagte, dass besonders Hoch und Tief bei der Umsetzung solcher Projekte besonders nahe seien. Er richtete an Thomas Grob einen besonderen Dank für seinen Einsatz.

«Die Energiestadt Wattwil geht voraus.» Dies war ein Grund dafür, dass diese Toggenburger Gemeinde das Label erhält. Wattwil unterstützt die Vision und ihre Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft. Marcel Sturzenegger und Kurt Egger überreichten Michael Steiger die Auszeichnung für das Label. Die Energiestadt Wattwil geht voraus. Private und öffentliche Liegenschaftsbesitzer haben auf dem gesamten Gemeindegebiet über 28 000 Quadratmeter Fotovoltaikmodule mit einer Leistung von insgesamt ca. 4500 Kilowatt installiert. Dies ist in Wattwil rund dreimal mehr als der Schweizer Durchschnitt. Mit besonderer Freude dankte Michael Steiger für diese Auszeichnung.

Nach Abschluss der Versammlung wurde den Gästen ein Nachtessen serviert und mit gemütlichen Stunden ging dieser gelungene Anlass zu Ende.

Am Samstag war schliesslich die Öffentlichkeit zum Tag der offenen Türe eingeladen, wo unter anderem Besichtigung der neuen Heizanlage und Verpflegung mit Speis und Trank angeboten ­wurde.