Wanderweg
Länger und mit mehr Stationen: Der familienfreundliche «Pfeff ond Lischt Weeg» wurde erweitert

Der «Pfeff ond Lischt Weeg» ist in die Jahre gekommen. Nun wurde er erweitert. Am Projekt beteiligt waren die Bezirke Appenzell und Schlatt-Haslen, Appenzellerland Tourismus und das Chindernetz AI. Das Tolle am ganzen Projekt ist, dass Organisationen, die eigentlich verschieden sind, so gut miteinander zusammen arbeiteten», sagt Luzius Gruber, Präsident von Chindernetz.

Vreni Peterer
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Luzius Gruber (Chindernetz AI), Sergio Brülisauer (Bezirksrat Appenzell) und Albert Broger (Bezirksrat Schlatt-Haslen) freuen sich auf die Einweihung.

Luzius Gruber (Chindernetz AI), Sergio Brülisauer (Bezirksrat Appenzell) und Albert Broger (Bezirksrat Schlatt-Haslen) freuen sich auf die Einweihung.

Bilder: VP

Ein Blick zurück: Die Idee für die Realisierung des «Pfeff ond Lischt Weegs» entstand im Jahr 2007 im Rahmen einer Zukunftswerkstatt des Bezirks Schlatt-Haslen. Das Projekt wurde umgesetzt, indem ein Wanderweg von der Stääg bis nach Schlatt mit sieben Stationen und einer Feuerstelle geschaffen wurde. Der Weg und die Erlebnisstationen sind nun aber in die Jahre gekommen, eine «Sanierung» drängte sich auf.

Die Strecke erweitert

Vertreter vom Chindernetz AI, der Bezirke Appenzell und Schlatt-Haslen, sowie Appenzellerland Tourismus setzten sich zusammen und bildeten eine Arbeitsgruppe. In dieser wirkte auch Ueli Schütz von der Pädagogischen Hochschule St.Gallen mit. Die Verantwortlichen waren sich einig darüber, dass der Wanderweg verlängert und nicht nur von A nach B führen sollte.

Erweitert wurde er um die Strecken vom Ziel bis zur Stääg und vom Sammelplatz in Richtung Schlatt. Der ganze Wanderweg beträgt neu 9,58 Kilometer, was einer reinen Laufzeit von rund drei Stunden entspricht. «Für kleinere Kinder ist es eine rechte Tour, jedoch als Tagesausflug gut machbar», sagen die Verantwortlichen.

Lischtig und pfiffig

Eine der sechs neuen Stationen: Das Tannzapfenwerfen bei der Grillstelle im Gehrenberg.

Eine der sechs neuen Stationen: Das Tannzapfenwerfen bei der Grillstelle im Gehrenberg.

Auf der Strecke verteilt gibt es jetzt 13 Stationen. Neu geschaffen wurden deren 6, eine davon ist das Tannzapfenwerfen im Gehrenberg. Die Stationen werden von den Verantwortlichen als spassig, pfiffig und lischtig beschrieben. «Sie sollen die Sinne ansprechen. Es darf ausprobiert und experimentiert werden», sagt Luzius Gruber vom Chindernetz AI. Für die Stationen sei ausschliesslich Material aus der Natur verwendet worden. Einziges Fremdmaterial seien die Glocken beim Tannzapfenwerfen, die einen Treffer anzeigen.

Bei der Ausarbeitung der neuen Stationen übernahm das Chindernetz AI eine wichtige Rolle im kreativen Bereich, hat es doch im Verlaufe der Jahre bei der Realisierung von verschiedenen Spielplätzen mitgewirkt und mitfinanziert. Erfahrungen daraus brachte der Chindernetz-Aktuar Sandro Frevel in der Arbeitsgruppe ein.

Die Wahl der Standorte

Eine Herausforderung war, die richtigen Standorte für die neuen Stationen zu finden. Zu berücksichtigen waren das Landschaftsbild, die Sicherheit, Vandalismus und der pflegeleichte Unterhalt. Aber auch eine gute Bewirtschaftung war ein wichtiger Aspekt bei der Planung, zum Beispiel um Holz zu den Grillstellen zu transportieren.

Eröffnungsfeier in Schlatt

Für die Teilnahme an der Eröffnungswanderung des erweiterten «Pfeff ond Lischt Weeg» am Samstag, 3. September 2022, gibt es zwei Startvarianten:

Bei der Variante A ist die Besammlung um 10.00 Uhr beim Zielplatz Appenzell. Hier werden die Teilnehmer durch Sergio Brülisauer (Bezirksrat Appenzell) und Sandro Frefel (Chindernetz AI) begrüsst.

Bei der Variante B ist die Besammlung – ebenfalls um 10.00 Uhr – bei der Haltestelle Sammelplatz. Die Begrüssung erfolgt hier durch Albert Broger (Bezirksrat Schlatt-Haslen) und Luzius Gruber (Chindernetz AI).

Gemeinsam wandern die Teilnehmer/-innen zu den Feuerstellen Flecken bzw. Gehrenberg. Hier gibt es zwischen 11 und 13 Uhr für alle eine Gratisverpflegung. Um etwa 13.00 Uhr findet in Schlatt die Einweihung und Einsegnung statt. Danach gibt es Dessert und Kaffee.

Bei den Abklärungen mit den Grundeigentümern bezüglich der Erstellung der neuen Stationen sei man auf durchwegs positive Reaktionen gestossen, freuen sich Albert Broger und Sergio Brülisauer.

Viel Unterstützung erhalten

Chindernetz AI, Appenzellerland Tourismus AI und die beiden Bezirke beteiligten sich sowohl an den finanziellen Aufwendungen, als auch bei der Mitarbeit in der Arbeitsgruppe. Es gab aber noch weitere tatkräftige Unterstützung, zum Beispiel durch Mitglieder des Kiwanis-Clubs, die bei der Erstellung des neuen Grillplatzes kräftig Hand anlegten. Sehr dankbar sind die Verantwortlichen auch dem «Hölzigen» Erwin Steuble vom Leimensteig, der nebst anderem für die Baueingabe besorgt war. Nicht zu vergessen sind jene Lehrlinge der Bühler AG, die für die neue Grillstelle im Gehrenberg den schönen, praktischen Grill erstellt haben.