Positive Schritte in der Entwicklung ermöglichen

Seit über 30 Jahren sind die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste (KJPD) St. Gallen mit einer Regionalstelle in Wattwil vertreten. Nun ist die Stelle an einem neuen Standort zu finden.

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Seit über 30 Jahren sind die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste (KJPD) St. Gallen mit einer Regionalstelle in Wattwil vertreten. Nun ist die Stelle an einem neuen Standort zu finden.

Wenn sich Eltern um ihre Kinder sorgen und eine Beratung wünschen, bieten die KJPD St. Gallen Hilfe an. Im Gespräch wird auf die Sorgen der Eltern, Jugendlichen und Kinder eingegangen. Die Institution befasst sich dabei mit verschiedenen Fragen der heutigen Gesellschaft. Ruedi Zollinger, Chefarzt der KJPD St. Gallen, erläutert: «Wir sind Anlaufstelle bei Ängsten, Beziehungskonflikten, Essstörungen, Pubertätskrisen, Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen, Aggressivität, Schlafstörungen, Depression, Folgen von Gewalt oder traumatischen Erlebnissen, Zwängen, Suizidalität und vielem anderen mehr.» Kurz dauernde Auffälligkeiten im Verhalten und Erleben von Kindern und Jugendlichen sind häufig und gehören zur normalen Entwicklung. Schwerwiegende oder länger dauernde Probleme, welche den Alltag eines Kindes und dessen Familie belasten, müssen jedoch näher abgeklärt und gegebenenfalls behandelt werden, um die Situation zu verbessern.

Unterstützung und Hilfe

Ziel jeder Beratung ist es, den Kindern und Jugendlichen Unterstützung zu bieten, um in der Entwicklung positive Schritte zu ermöglichen. Die Eltern werden ermutigt, ihr Kind auf diesem oft sehr schwierigen Weg zu begleiten und zu fördern. Häufig kann bereits in einem Erstkontakt abgeschätzt werden, inwiefern durch eine Beratung geholfen werden kann oder ob andere Massnahmen angebrachter wären. Nebst kürzeren Abklärungen und Beratungen werden auch länger dauernde sozialpsychiatrische Begleitungen und Psychotherapien angeboten. Auf Wunsch wird die ganze Familie beraten und unterstützt. Zu den Angeboten gehört auch ein Notfall-Arztdienst. Die KJPD St. Gallen stehen Spitalärzten und privat praktizierenden Ärzten rund um die Uhr für telefonische Beratungen zur Verfügung.

Vernetzung hilft weiter

Schwierige und belastende Themen wie zum Beispiel Gewalt oder schwere Krisen in der Entwicklung können durch eine bereichsübergreifende Denk- und Vorgehensweise besser angegangen werden. So arbeiten Fachleute aus verschiedenen Bereichen falls nötig gemeinsam in einer Behandlung. In der Regionalstelle Wattwil sind neben der Oberärztin Petra Fink auch die Psychologinnen Michaela Felber und Manuela Müller-Knapp sowie die Sozialarbeiterin Marjan Sikkema tätig. Das Sekretariat wird durch Helen Theiler und Annemarie Nussbaumer betreut. Sie sind oft die ersten Ansprechpersonen für Ratsuchende oder die verschiedensten Institutionen. Alle Mitarbeitenden der KJPD St. Gallen unterstehen der ärztlichen Schweigepflicht.

Helle Räume für die Patienten

Seit Mitte März 2011 ist die Regionalstelle Wattwil an einem neuen Standort an der Bahnhofstrasse 32 zu finden. Laut Ruedi Zollinger wurde der Umzug nötig, da am bisherigen Standort der Eigentümer selber Bedarf anmeldete. An der neuen Adresse konnte nun eine optimale Lösung für Patienten, Eltern und die Mitarbeitenden gefunden werden. Die Räume sind grosszügig geschnitten und sehr hell. Ruedi Zollinger bemerkt: «Durch den Umzug in das Domizil an der Bahnhofstrasse konnte eine deutliche Verbesserung erzielt werden und dies kommt unseren Patienten zugute.»

Anita Derungs, Medienbeauftragte der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste St. Gallen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei: Anita Derungs, KJPD St. Gallen, Telefon: 071 243 45 45, E-Mail: anita.derungs@kjpd-sg.ch