Glanzvolle barocke Kammermusik

Unter dem Motto «Frühlingsvorboten» erklingen am 8. Februar Werke aus der Barockzeit. Sie werden in der alten Zwirnerei aufgeführt von Anne-Maria Bagdasarjanz und Johannes Pfister sowie dem von Anne-Maria Bagdasarjanz gegründeten Kammerensemble Il Piacere.

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Anne-Maria Bagdasarjanz (links), die das Kammerensemble Il Piacere gegründet hat, bei einem ihrer Konzerte in der Alten Zwirnerei Mühlau. (Bild: pd)

Anne-Maria Bagdasarjanz (links), die das Kammerensemble Il Piacere gegründet hat, bei einem ihrer Konzerte in der Alten Zwirnerei Mühlau. (Bild: pd)

BAZENHEID. Als musikalische Frühlingsvorboten stehen Perlen aus der Barockzeit auf dem Programm: Von Tomaso Albinoni (1671–1751) die «Sinfonia a cinque» für Kammerensemble; von Georg Philipp Telemann (1681– 1767) das Konzert in a-Moll für Solovioline und Streicher, interpretiert von Anne-Maria Bagdasarjanz (Solovioline) und dem Ensemble Il Piacere, und von Antonio Vivaldi (1678–1741) das Konzert a-Moll für zwei Soloviolinen und Streicher (Anne-Maria Bagdasarjanz 1. Solovioline, Johannes Pfister 2. Solovioline und Il Piacere).

Juwel unter der Kammermusik

Tomaso Albinoni hat ein umfangreiches Repertoire an kammermusikalischen Werken hinterlassen. Die «Sinfonie a cinque» gilt als ein Juwel unter der italienischen Kammermusik der Barockzeit. Georg Philipp Telemanns Violinkonzert a-Moll gelangt sehr selten zur Aufführung und ist für viele eine echte Trouvaille.

Es wurde für das Konzert in Bazenheid mit spezieller Genehmigung des Verlages aus dem Archiv kopiert. Es beinhaltet einen virtuosen, von zierlichen Episoden unterbrochenen 1. Satz, einen berückend schönen langsamen 2. Satz und einen rasanten Schlusssatz, wo Solovioline und Orchester in einem fulminanten Wechselspiel eng aufeinander eingehen. Antonio Vivaldi schrieb mit seinem am 8. Februar erklingenden Konzert eine bravouröse virtuose Komposition für 2 Soloviolinen und Streicher. Der erste und der 3. Satz sind von berauschender Brillanz, gespickt mit viel technischen Klippen. Der Mittelteil («Larghetto» und «Spiritoso») ist einer der innigsten und berührendsten Sätze, die Vivaldi komponiert hat.

Zu den Interpreten

Anne-Maria Bagdasarjanz bereiste als Violinistin Europa und die Schweiz. Seit einiger Zeit, auch bedingt durch ihre Gehbehinderung, ist sie Solistin en résidence in der Alten Zwirnerei Mühlau.

Anne-Maria Bagdasarjanz unterrichtete während Jahren als Violinpädagogin an den Musikschulen Winterthur, Wil und Toggenburg. Zurzeit erteilt sie Privatstunden.

Johannes Pfister, Musikpädagoge an der Musikschule Wil und anderen wirkt als Solist und Kammermusiker als Violinist und Bratschist. Beim Ensemble Il Piacere musizieren als 1. Violinen Annina Bieri und Christa Schutzbach. Beide Violinistinnen sind in verschiedenen Ensembles tätig und genossen als Kinder Violinunterricht bei Anne-Maria Bagdasarjanz.

Den Part der 2. Violinen übernehmen Maria Bischof (Musikpädagogin Musikschule Wil), Uwe Hauswirth (Toggenburger Orchester und Pro Musica Stuttgart) sowie Susanne Falkner (Konzertmeisterin Toggenburger Orchester).

Als Bratschist konnte Stefan Schärli (Toggenburger Orchester) gewonnen werden, als Cellist Otto Horsch (Musikpädagoge, Kirchberg) und am Kontrabass Werner Broger (Orchester- und Kammermusiker, Winterthur). Am Cembalo wird beim Konzert am 8. Februar Stefan Giger (Kirchenmusiker, Wil) zu hören sein.

Das Konzert bietet in seinem glanzvollen Barockstil sowohl erwachsenen wie auch musikinteressierten jüngeren Zuhörern viel. Die Organisatoren freuen sich auf ein zahlreiches Erscheinen. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte erhoben. Das Restaurant Zwirnereistube ist vor und nach dem Konzert für Getränke und kleinere Imbisse geöffnet. (pd)

Das Konzert beginnt am 8. Februar um 16 im Ulrich-Bräker-Saal der Alten Zwirnerei Mühlau, Mühlaustrasse 41, in Bazenheid.