Ein Sitz wäre noch frei

An der öffentlichen Versammlung von Speicher präsentieren sich die Kandidierenden für die Gesamterneuerungswahlen vom 12. April. Im Gemeinderat droht eine Vakanz, für den Kantonsrat gibt es mehr Interessierte als zu vergebende Sitze.

Martin Hüsler
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Claudia Neff Koller kandidiert für den Gemeinderat; Roland Fischer, René Mettler und Daniel Bühler wollen in den Kantonsrat. (Bild: hü)

Claudia Neff Koller kandidiert für den Gemeinderat; Roland Fischer, René Mettler und Daniel Bühler wollen in den Kantonsrat. (Bild: hü)

SPEICHER. Für die siebenköpfigen Gemeindeexekutive stellen sich nach den Rücktritten von Maya Boppart und Franz Knechtle fünf Bisherige sowie eine Neubewerberin der Wahl. Daraus folgt, dass bis dato lediglich sechs Kandidierende anzutreten gewillt sind. Bleibt das bis am 12. April so und werden lediglich sechs Sitze besetzt, besteht die Möglichkeit, bis am 15. April neue Kandidaturen anzumelden.

Lokalpolitik hat ihren Reiz

Versammlungsleiter Damian Kaeser bat zunächst zu einer Vorstellungsrunde. Gemeindepräsident Peter Langenauer (Wahljahr 2009), Thomas Christen (1999), Fredy Zünd (2003), Heinz Naef (2005) und Marianne Scheuss (2011) gaben kurz Einblick in ihr bisheriges Wirken. Alle betonten unter anderem den einvernehmlichen Geist im Gemeinderat als Schlüssel für zielorientierte Resultate.

Nach den persönlichen Höhepunkten befragt, gab Peter Langenauer die Überbauung auf der Vögelinsegg an. Für Fredy Zünd ist es die Sanierung von Hallenbad/Saal. Thomas Christen stellte die Arbeit im Team in den Vordergrund und wollte dessen Arbeit keinesfalls als Pflichterfüllung spröder Lokalpolitiker verstanden wissen. Heinz Naef als Präsident der Baubewilligungskommission strich die stets wieder zustande kommenden Lösungen in seinem Ressort heraus. Und Schulpräsidentin Marianne Scheuss erlebt ihre schönsten Momente bei Schulbesuchen.

Bisher einzige Kandidatin

Nominiert vom «Standpunkt Speicher», stellt sich neu die parteilose Claudia Neff Koller als Gemeinderätin zur Verfügung. Die Mutter zweier Kinder ist gelernte Drogistin und hat ein Studium der Rechte an der Uni St. Gallen absolviert. «Der Wille, mich öffentlich zu engagieren, ist mir Antrieb für die Kandidatur», bekannte sie. Im sozialen Bereich sähe sie ein Tätigkeitsfeld, auf dem sie sich gerne und ausgestattet mit einigen Erfahrungen umtun würde. Die fünfköpfige Geschäftsprüfungskommission will es in gleicher Zusammensetzung nochmals wissen. Ihr gehören Daniel Bühler als Präsident sowie Hanni Brogle, Wolfgang Weimer, Thomas Flückiger und Armin Bundi an. Eine Wiederwahl aller Mitglieder darf als gesichert angesehen werden.

Guter Rechnungsabschluss

Gemeindepräsident Peter Langenauer konnte von einem Besserabschluss in der Jahresrechnung in der Höhe von 1 Million Franken Kunde geben. Zurückzuführen sei dies vorab auf einen Mehreingang bei den schwierig zu budgetierenden Sondersteuern. Das Ergebnis erlaube zusätzliche Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen, und der verbleibende Rest komme ins Eigenkapital. Weiterhin offen ist die Zukunft der sich im Gemeindebesitz befindenden «Linde», wo eventuell Raum für eine Hausarzt-Gemeinschaftspraxis geschaffen werden könnte. Das Interesse eines Investors sei vorhanden. «Wir streben eine rasche Lösung an und hoffen, dass uns nicht zu viele Steine in den Weg gelegt werden», meinte der Gemeindepräsident.