Curlingspiel im Freien

Zwölf Teams haben sich am 2. «Gade»-Open-Air fast die Zähne ausgebissen. Wegen des unbeständigen Wetters wurden die einen Curlingspiele draussen, andere in der Halle gespielt.

Beatrice Bollhalder
Drucken
Am Open-Air-Turnier mitzuhalten, verlangt einiges von den Teilnehmern ab – nicht nur Wetterfestigkeit. (Bild: pd)

Am Open-Air-Turnier mitzuhalten, verlangt einiges von den Teilnehmern ab – nicht nur Wetterfestigkeit. (Bild: pd)

WILDHAUS. Das Curlingspiel verlangt von den Sportlern einiges ab. Den Bewerb aber unter freiem Himmel auszutragen, birgt einige Überraschungen, aber auch grosses Gelächter von den Zuschauern, wie sich am Sonntagmittag zeigte. Bereits am Samstag konnten einige Ends auf dem Ausseneisfeld gespielt werden. Das wechselnde Wetter war dafür verantwortlich, dass Spielleiter Bruno Anderhalden aber die nächsten Partien für ihren Wettkampf wieder in die Halle schicken musste. Einige fanden dies schade, denn das Spielen unter freiem Himmel bedeutete für sie eine echte Herausforderung, der sie sich gern stellen wollten.

Vorbereitung durch Eismeister

Etwas mehr Arbeit als üblich hatte Eismeister Martin Bolt bei der Organisation dieses Turniers. Er hatte nämlich nicht nur das Eis in der Halle für den Wettkampf zu präparieren, sondern auch jenes auf dem Ausseneisfeld. Und hier hiess es bereits am vergangenen Donnerstag, die nötigen Linien ins Eis «einzulassen». Dazu musste die Fläche immer wieder mit Wasser präpariert werden.

Für die Curler selber hiess es, blitzartig von den Verhältnissen in der Halle auf jene im Freien zu wechseln. Und die waren zum Teil recht unterschiedlich. In der Halle haben die Curler die Länge eines Steines meist recht gut im Griff. Wenn aber nur ein paar Flocken vom Himmel fallen und sich am Eis festsetzen, ist das Spiel um einiges schwieriger zu bewältigen. Wenn es dann gar regnet, wie am Sonntag kurz nach dem Mittag, gelingt es den besten Curlern kaum mehr, einen Stein nach Wunsch zu spielen. Für die Zuschauer aber war klar: «So lustige Szenen erlebt man im Curling sonst nie.» Und die Teilnehmer des Plauschturniers nahmen es sportlich, denn schliesslich sollte auch ein wenig Spass dabei sein. Obwohl die Spiele ernst genommen wurden, blieb zwischen den Einsätzen an den beiden Tagen noch Zeit, sich untereinander auszutauschen. Vor allem der Samstagabend, bei dem Sonja und Imro Rusnak, die Gastgeber des Restaurants Eisbärstübli, die Turnierteilnehmer mit einem feinen Essen verwöhnt haben, wurde dazu rege benutzt.

Hart erkämpfte Preise

Die Preise, von denen gleich mehrere vom Donatoren des Turniers, dem Restaurant Gade, gespendet worden sind, mussten also hart erkämpft werden. Als Sieger durfte sich der CC Lamonese mit Simone und Roberto Gaio, Cornelia Maurer und Mario Freiberger feiern lassen. Sechs Punkte, 39 Steine und 21 Ends reichten ihnen zum ersten Rang. Zwei Steine weniger, dafür zwei Ends mehr konnten Corinne und Christof Tschanz sowie Marianne und Andy Brühwiler für sich notieren lassen und erreichten damit den zweiten Rang. Das «Beauty-Team» war nicht nur schön, sondern auch taktisch gut im Curlingspiel. Lisa Stump, Karin Giger, Claudia Baumann sowie den Schwestern Corinne und Daniela Rupp fehlten nur drei Steine, um mit dem Siegerteam gleichzuziehen.

Im kommenden Jahr wird am 27./28. Februar wiederum zum «Gade»-Open-Air eingeladen. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter dann mitspielt, damit alle Teilnehmer mit den gleichen Bedingungen zu kämpfen haben.

Rangliste unter www.ccwildhaus.ch.