Bäumiges bei den Toggenburger Bäuerinnen

Die Toggenburger Bauersfrauen erlebten am Mittwoch einen gemütlichen und auch lehrreichen Nachmittag im obersten Toggenburger Dorf. Sie hörten auch vom Landschaftsarchitekten Peter Steiger viel Interessantes über Bäume.

Hansruedi Rohrer
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Die Wildhauser Alphornbläser bereichern die Bäuerinnentagung mit ihren Instrumenten aus Holz. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Die Wildhauser Alphornbläser bereichern die Bäuerinnentagung mit ihren Instrumenten aus Holz. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

WILDHAUS. Es war ein «bäumiger» Nachmittag für die Bäuerinnen und Landfrauen in der Mehrzweckhalle Chuchitobel. Und das in mehrfacher Hinsicht. Der Bäuerinnenverein Wildhaus lud dazu ein und dekorierte den Saal entsprechend fröhlich. Hedy Vetsch als Präsidentin des einladenden Vereins sowie als neues Mitglied im Kantonalvorstand begrüsste alle herzlich und führte mit einem ebenso herzlichen Lachen durch den Nachmittag.

Da traten auch die Wildhauser Alphornbläser mit ihren hölzernen Instrumenten auf, die Sketchgruppe des Bäuerinnenvereins Wildhaus führte ein Stück auf, in welchem nicht nur das «Landwirtschaftsamt für Wald, Wiesen und Fischzucht», sondern auch eine Tanne vorkam. Gemeindepräsident Rolf Züllig war es eine Freude und Ehre, die Frauen willkommen zu heissen. Die Arbeitskraft der Bäuerin sei unverzichtbar, sagte er. Gemäss Statistik würden in der Schweiz 28 000 Bauernfrauen ohne Lohn arbeiten. Die Bauernfamilie sei nach wie vor das tragende Element der Landwirtschaft. «In der Bauernfamilie ist man naturverbunden und denkt auch mit dem Herzen.» Gemeinsamkeit und Zusammenhalt stehe auch für die Obertoggenburger Bauernfrauen, sagte er.

Viele schöne Bäume

Einen höchst interessanten Überblick über Bäume im Toggenburg vermittelte Peter Steiger in Wort und Bild. Der Landschaftsarchitekt aus Rodersdorf stellte in leicht verständlicher Art und Weise die verschiedenen Baumarten und auch deren Lebensräume und Sinnbilder dar. Im Toggenburg würden viele schöne Bäume in ebensolcher Landschaft stehen. Er zeigte einige auf: Ulme, Eiche, Buche, Birke, Ahorn, Esche, Erle, Eibe, Nadelbäume und sogar Arve. Daneben erwähnte der Referent die Kulturzeugen wie etwa Rietlandschaften. «Ein Baum bietet auch Lebensraum für Moos und Flechten», ergänzte Peter Steiger. Er nannte auch den Bergahorn als Charakterbaum des Obertoggenburgs.

Petra Artho, die neue Präsidentin des kantonalen Bäuerinnenverbandes, informierte über Neuigkeiten aus dem Verband. Sie verriet, dass ihr Wildhaus nicht ganz unbekannt sei. Ihre Mutter habe nämlich hier einen Teil ihrer Kindheit verbracht. Sie dankte allen für den «bäumigen» Nachmittag. Danach blieb noch Zeit zum Plaudern und für die Gemütlichkeit.