Aesch

Die kleinste Gemeindebibliothek des Bezirks zieht um

Bietet zu wenig Platz für die Gemeindebibliothek - das Türmli-Haus in Aesch

Bietet zu wenig Platz für die Gemeindebibliothek - das Türmli-Haus in Aesch

Die Gemeindebibliothek im «Türmli» zieht definitiv um. Dies wurde an der Gemeindeversammlung von gestern Abend beschlossen. Es wurde ein einmaliger Kredit von 80 000 Franken für den Umbau der Scheune bewilligt.

Die 82 Stimmberechtigten bewilligten einen entsprechenden einmaligen Kredit von 80 000 Franken für den Umbau der Scheune und jährlich wiederkehrende Mietkosten von 30 000 Franken ohne Gegenstimmen.

Vizepräsidentin und Sozialvorsteherin Susanne Burla (parteilos) betonte zuvor die wichtige Rolle, die eine Gemeindebibliothek für eine wachsende Gemeinde wie Aesch spiele: «Für die Integration von Neuzuzügern benötigt eine Gemeinde niederschwellige Begegnungsräume. Einen solchen kann die Bibliothek bieten, allerdings nicht auf 45 Quadratmetern.»

Der Umzug in das Schuhmacherhaus sei nicht nur für die Lese-, sondern auch für die Standortförderung ein wichtiger Faktor. Und schliesslich verwies Burla darauf, dass die kantonale Bibliothekskommission für über 3000 Medien die doppelte Fläche als angemessen erachte.

Nach der Annahme des Antrags zu Einrichtung der neuen Gemeindebibliothek müssen die rund 3500 Medien künftig also nicht mehr auf 45 Quadratmeter Platz finden, sondern können stattdessen auf 150 Quadratmetern in der Scheune des Schuhmacherhauses an der Haldenstrasse untergebracht werden. Ausserdem wurde der Gemeinderat dazu befugt, geringfügige Änderungen am Mietzins - in erster Linie für den Teuerungsausgleich - zu genehmigen. Derzeit beträgt dieser 2680 Franken inklusive Nebenkosten.

Rekordrechnung mit Vorsicht geniessen

Zu Beginn der Gemeindeversammlung nahmen die Stimmberechtigen auch die Rechnung 2011 einstimmig an. Die Gemeinde hatte im vergangenen Jahr vor allem dank um 814 000 Franken höherer Einnahmen aus den Grundstückgewinnsteuern einen Ertragsüberschuss von rund 758 000 Franken erzielt. Veranschlagt war ein Aufwandüberschuss von 223 500 Franken.

Finanzvorstand Diego Bonato (SVP) erklärte aber, dass dieses «Rekordergebnis» nicht überschätzt werden dürfe. Denn ohne den Ertragsüberschuss aus der Grundstückgewinnsteuer beliefe sich das Plus der Laufenden Rechnung lediglich auf rund 57000 Franken. «So betrachtet ergibt sich eine strukturell eher knappe laufende Rechnung», sagte Bonato.

Die Investitionsrechnung zeigte, dass die Nettoinvestitionen mit 811000 Franken um 348000 Franken höher waren, als veranschlagt. Dies war in erster Linie auf eine Darlehenszahlung über 400 0000 Franken an die Genossenschaft Alterszentrum am Bach zurückzuführen, die nicht budgetiert worden war.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital aber entsprechend dem Ertragsüberschuss um rund 758 000 Franken auf rund 7,86 Millionen erhöht, was 62% der Bilanzsumme ausmacht. Hochbauvorstand Max Holliger (FDP) musste bei der Präsentation der Kreditabrechnung für den Umbau und die Neumöblierung der Gemeindeverwaltung eine marginale Kreditüberschreitung von rund 1400 Franken vermelden. Diese kam zustande, weil die Neumöblierung des Sitzungszimmers teurer war als erwartet. Die Stimmberechtigten nahmen auch diese Kreditabrechnung einstimmig an.

Primarschulgemeinde schliesst mit Ertragsplus

Die Primarschulgemeinde blickt ebenfalls auf ein ertragsreiches Jahr zurück. In der Laufenden Rechnung ist ein Ertragsüberschuss von rund 195000 Franken zu verzeichnen. Das Ergebnis lag also fast exakt 400000 Franken über dem budgetierten Wert. $

Schulgutsverwalter Markus Foitek erklärte, dass dieses Resultat vor allem auf ordentliche Steuererträge zurückzuführen sei, die um 11 Prozent höher ausfielen als veranschlagt und 6 Prozent höher als noch im Vorjahr. Die Investitionsrechnung schliesst mit einem rund 2000 Franken tieferen Ergebnis, als budgetiert.

Man habe in den letzten Jahren einen Eigenkapitalwert von etwa 2 Millionen Franken angepeilt, erklärte Foitek: «Diesen Wert haben wir im Jahr 2011 ziemlich genau erreicht. Er bedeutet eine gute Basis für kommende Investitionen.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1