Der Bürgerprotest Fluglärm Ost (BFO) hat es bereits zweimal vermeldet: Der Entscheid sei längst gefallen, werde aber noch unter Verschluss gehalten. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) will, so der BFO, den Flugplatz Dübendorf doch weiter betreiben.

Im versandten Bericht des Bundesamtes für Zivilluftfahrt, wie der Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Deutschland umgesetzt werden könnte, ist ein möglicher Weiterbetrieb nun berücksichtigt.

Die möglichen Routenführungen, die im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt festgesetzt werden, sind nun erstmals in zwei Varianten festgehalten, nämlich einer Option mit dem Flugplatz Dübendorf und eine Option ohne ihn.

Auch für Kloten Auswirkungen

Denn ein Weiterbetrieb des Militärflughafens hätte auch auf den Flughafen Zürich seine Auswirkungen. So drehen Maschinen, die Ziele im Osten anfliegen, nach ihrem Start in westlicher Richtung rasch nach links ab.

Sollte Dübendorf vom VBS nicht aufgegeben werden, befänden sich diese Flugzeuge bei ihrem Überflug zu tief und kämen der Militärfliegerei in die Quere.

Um dem zu entgehen, sieht die «Mit Dübendorf»-Option eine neue Startroute vor: Die Kurve, um in Richtung Osten zu wenden, erfolgt erst deutlich später, nach Dietikon ennet der Kantonsgrenze - der Raum Dübendorf würde später und höher überflogen.

Doch bleibt Dübendorf? «Zur künftigen Nutzung des Standorts Dübendorf können wir zurzeit keine Angaben machen», heisst es beim VBS. Das Stationierungskonzept werde erst im Verlaufe des Jahres 2013 abgeschlossen werden können.