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Schalke setzt auf einen Rentner: Christian Gross soll kommen

Christian Gross steht vor der Rückkehr in die Bundesliga nach zehn Jahren. Der 66-jährige Zürcher ist der designierte neue Trainer des Tabellenletzten Schalke 04.

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 Christian Gross Trainer FC Basel. © Marcel Bieri

Christian Gross Trainer FC Basel. © Marcel Bieri




Marcel Bieri / DCS 520
(sda)

Wie die «Ruhr Nachrichten» und die «Bild»-Zeitung übereinstimmend berichteten, erhielt Schalkes Sportchef Jochen Schneider an einer Aufsichtsratssitzung grünes Licht für ein Engagement des ehemaligen Meistertrainers des FC Basel und der Grasshoppers. Der Klub bestätigte die Personalie am Mittwochabend zunächst noch nicht. Sollte dies über die Weihnachtstage geschehen, könnte Gross schon am Montag als Nachfolger von Interimscoach Huub Stevens das Training leiten.

Gross war seit 2014 in Saudi-Arabien (bei Al-Ahli) und Ägypten (bei Zamalek) tätig. In den letzten zehn Monaten war er ohne Trainerjob, und im «Sportpanorama» des Schweizer Fernsehens hatte er im Mai nicht ganz abschliessend angekündigt, nicht mehr als Trainer arbeiten zu wollen. Seine letzte Station in Europa waren zwischen 2010 und 2011 die Young Boys, zuvor hatte er beim VfB Stuttgart nach zehn Monaten gehen müssen. Seine grössten Erfolge feierte er mit den Grasshoppers (2 Meistertitel, 1 Cupsieg) und vor allem mit dem FC Basel (je 4 Meistertitel und Cupsiege). Mit beiden Klubs sorgte er auch in der Champions League für Furore.

Bei den stark abstiegsgefährdeten Schalkern kann sich Gross nun zum Retter in grösster Not aufschwingen. Der Klub aus Gelsenkirchen ist in der Bundesliga seit 29 Partien ohne Sieg, der letzte Erfolg datiert vom 17. Januar. In der laufenden Meisterschaft liegt Schalke mit vier Punkten aus 13 Spielen sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz. Drei Trainer sind in der kurzen Zeitspanne am Unterfangen gescheitert, den Sinkflug zu stoppen.