Vierter Tourismusgipfel
Tourismusbranche verlangt vom Bund Tempo bei Exit-Strategie aus Lockdown

Die Vertreter der Tourismusverbände fordern vom Bund vor allem Schnelligkeit. Einerseits bei den finanziellen Entschädigungen, andererseits bei den Szenarien zur Lockerung der Massnahmen.

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Der vierte Tourismusgipfel mit den Bundesräten Alain Berset, Guy Parmelin und Ueli Maurer (v. l.) fand virtuell statt.

Der vierte Tourismusgipfel mit den Bundesräten Alain Berset, Guy Parmelin und Ueli Maurer (v. l.) fand virtuell statt.

STV

(dpo) Zum vierten Mal trafen sich die Tourismusverbände mit Vertretern der Landesregierung, um über die Coronakrise zu diskutieren. Beim Treffen mit Bundespräsident Guy Parmelin und den Bundesräten Alain Berset und Ueli Maurer pochten die Branchenvertreter vor allem auf ein schnelleres Tempo, wie der Schweizer Tourismus-Verband (STV) am Freitag schreibt.

Demnach forderten die Touristiker, dass die versprochenen fünf Milliarden Franken für die Härtefälle bei den Betrieben so schnell wie möglich ankommen sollen. Denn: «Für viele zählt mittlerweile jeder Tag», so der STV weiter.

Touristiker wollen klare Exit-Strategie

Darüber hinaus verlangten die Branchenverbände – darunter Gastrosuisse, Hotelleriesuisse, Seilbahnen Schweiz, Netzwerk Schweizer Pärke und die Konferenz der regionalen Tourismusdirektoren – eine klare Exit-Strategie. Sofern es die epidemiologische Lage zulässt, soll der Lockdown per März 2021 schrittweise aufgehoben werden, schreibt der Dachverband STV.

Das Ausstiegsszenario soll sich dabei nach einem Indikatorensystem richten, welches die Anzahl der Neuansteckungen, die Auslastung der Spitäler oder eine Quote von bereits geimpften Risikopersonen beinhalten könnte.

Graubünden als Beispiel

Der Tourismussektor könne seinen Betrieb erst dann vollständig aufnehmen, wenn die Fallzahlen nachhaltig sinken. Deshalb fordern die Vertreter laut Mitteilung eine «schnelle und koordinierte Test- und Impfstrategie». Als Musterbeispiel nennt der Tourismusverband STV dabei den Kanton Graubünden, der eine «speditive Durchführung von Massentests» an den Tag gelegt habe.

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung von Bundesrat Guy Parmelin (WBF) äusserte sich ebenfalls zum durchgeführten Tourismusgipfel. Wie das WBF in einer Mitteilung schreibt, hat der Bund erst kürzlich die Anspruchsvoraussetzungen am Härtefallprogramm «stark gelockert». Zudem sei das Wirtschaftsdepartement daran, noch offenen Fragen bei Tourismusbetrieben zu prüfen.

Gemäss Mitteilung hat Bundespräsident Guy Parmelin einen nächsten Tourismusgipfel für Mai in Aussicht gestellt. Geplant sei ein Rückblick auf die Wintersaison 2020/21 sowie ein Austausch über mögliche Unterstützungsmassnahmen, um den Tourismus nach der Pandemiephase wieder in Gang zu bringen.