Kurzfristige Dienstplan-Änderungen
Gewerkschaft warnt: SBB-Lokpersonal zunehmend am Limit

Das Lokpersonal der SBB beklagt sich über spontane Schicht-Änderungen und mangelhafte Kommunikation. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals fordert rasche Verbesserungen.

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SBB-Mitarbeitende wollen konsultiert werden, bevor ihre Schichten angepasst werden. (Symbobild)

SBB-Mitarbeitende wollen konsultiert werden, bevor ihre Schichten angepasst werden. (Symbobild)

Keystone

Die Lokführerinnen und Lokführer der SBB müssten derzeit ständig bereit sein, spontane Änderungen bei ihren Arbeitsschichten in Kauf zu nehmen, schreibt die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) in einer Mitteilung vom Montag. So habe beispielsweise eine Mitarbeiterin in letzter Minute erfahren, dass ihre lange Mittagspause plötzlich in eine kurze Arbeitsunterbrechung umgewandelt wurde. Diese habe sie dann in einem Bahnhof ohne Toilette und Pausenraum verbringen müssen.

Die SBB begründe solche Änderungen mit Baustellen oder Personalmangel, heisst es in der Mitteilung weiter. «Das Personal wird darüber kaum konsultiert, stattdessen wird eine hohe Flexibilität verlangt». Der Ärger und die Erschöpfung bei den Lokführern werde immer grösser, so der SEV. Der Unterverband des Lokomotivpersonals (LPV) habe deshalb bei der SBB eine Resolution mit Forderungen übergeben.

So sollen Dienstplanänderungen von mehr als 15 Minuten nur erfolgen dürfen, wenn die Betroffenen zugestimmt haben. Auch die Umwandlung von Pausen in sogenannte Arbeitsunterbrechungen sollen der Zustimmung der Mitarbeitenden bedürfen. Nur so könne ein qualitativ hochstehender Betrieb auch in Zukunft gewährleistet werden. (agl)

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