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Tiefere Zölle: Firmen sparen dank Freihandel viel Geld

Dank Freihandelsabkommen haben Schweizer Firmen 2019 mehr als zwei Milliarden Franken an Zöllen gespart. Am stärksten profitieren dabei KMU.

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Die Schweiz schliesst Freihandelsabkommen oft im Verbund mit Efta-Staaten ab. Hier vor der Unterzeichnung mit den Philippinen. (Archivbild)

Die Schweiz schliesst Freihandelsabkommen oft im Verbund mit Efta-Staaten ab. Hier vor der Unterzeichnung mit den Philippinen. (Archivbild)

Keystone

(rwa) Kleinere und mittlere Unternehmen konnten im Jahr 2019 beim Import von Waren 1,1 Milliarden Franken einsparen. Bei Firmen mit mehr als 250 Beschäftigten waren es 728 Millionen Franken. Die verbleibenden Zolleinsparungen in der Höhe von 221 Millionen konnten nicht zugeordnet. Zu diesen Ergebnissen kommt eine am Montag veröffentlichte Auswertung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Insgesamt machten demnach über 140'000 Firmen von tieferen Importzöllen im Rahmen eines Freihandelsabkommens Gebrauch.

Die Analyse zeigt weiter, dass Unternehmen solche Abkommen besonders dann nutzen, wenn die möglichen Zolleinsparungen hoch sind. Dies gilt auch für Firmen, welche ein Abkommen bereits einmal genutzt haben. Laut Seco deutet das darauf hin, dass die Nutzung auch mit Eintrittskosten verbunden ist.

Ausgehend von den neu gewonnenen Erkenntnissen wird das Seco Kontakt mit Vertretern der betroffenen Branchen aufnehmen, um Hindernisse bei der Verwendung von Freihandelsabkommen zu eruieren und wo möglich zu beheben.