Telekom
Sunrise UPC: Liberty Global will im Schweizer Markt präsent bleiben

Liberty Global erwägt, Sunrise UPC an die Börse zu bringen. Auch in diesem Fall wolle Liberty Global aber Mehrheitsaktionärin bleiben, erklärte CEO Mike Fries.

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Gekommen, um zu bleiben: Liberty Global wolle mit Sunrise UPC die Konkurrenz angreifen, so CEO Mike Fries.

Gekommen, um zu bleiben: Liberty Global wolle mit Sunrise UPC die Konkurrenz angreifen, so CEO Mike Fries.

Keystone

Sunrise zu verkaufen kommt für die Besitzerfirma Liberty Global zurzeit nicht infrage, gab CEO Mike Fries im Interview mit der NZZ am Sonntag zu verstehen. Die Schweiz sei nach 15 Jahren ein Kernmarkt des Unternehmens. «Wir werden uns jetzt sicher nicht aus dem Schweizer Markt verabschieden», so Fries. Es sei aber möglich, dass Sunrise UPC an die Börse gebracht wird, «um Schweizer Investoren die Möglichkeit zu geben, sich zu beteiligen». Liberty Global wolle aber auch in dem Fall Hauptaktionärin bleiben.

Für die nächsten fünf Jahre plant das Unternehmen in der Schweiz Investitionen in der Höhe von drei Milliarden Franken. Diese seien zum Ausbau von 5G nötig, zudem soll das Festnetz auf Geschwindigkeiten von 10 Gigabyte ausgebaut werden. Diese Investitionen seien zwingend, so Fries. «Wenn wir diese nicht tätigen wollten, könnten wir gerade so gut aussteigen.»

Sunrise werde sowohl im Geschäftskunden- als auch im Privatkundenbereich aggressiv gegen die Konkurrenz vorgehen, liess der Liberty-Global-CEO weiter verlauten. «Wir wären dumm, wenn wir nicht versuchen würden, Marktanteile zu gewinnen.» Das internationale Fernseh- und Breitbandunternehmen hat die Übernahme von Sunrise im November 2020 abgeschlossen. (wap/agl)

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