Schweizer Salinen
Aargau verlängert Vertrag über Salzabbau bis 2075 – Baselland muss noch zustimmen

Die Aargauer Regierung und die Schweizer Salinen AG haben sich auf eine Verlängerung der Konzession für den Salzabbau geeinigt. Im Baselbiet muss der Landrat der Konzessionsverlängerung noch zustimmen.

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Riburg ist eines von drei Standorten, an denen die Schweizer Salinen Salz abbauen. (Archiv)

Riburg ist eines von drei Standorten, an denen die Schweizer Salinen Salz abbauen. (Archiv)

Alex Spichale

Die Konzessionsverträge über den Salzabbau der Kantone Aargau und Basel-Landschaft mit der Schweizer Salinen AG laufen Ende 2025 aus. Nun haben beide Kantone eine Verlängerung des Vertrags um weitere 50 Jahre bis 2075 genehmigt. Dies teilen die jeweiligen Kantonsregierungen und die Schweizer Salinen am Freitag mit.

Im Aargau sehe die Konzession ab 2026 neue Bohrfelder für die Salzgewinnung vor. Dafür sind aber Anpassungen im kantonalen Richt- und Nutzungsplan erforderlich, heisst es. Für die Verlängerung erhält der Kanton 30 Millionen Franken.

Schweizer Salinen müssen neue Gebiete erschliessen

Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat ebenfalls der Konzessionsverlängerung bis ins Jahr 2075 zugestimmt. Nun überweist er diese zur Genehmigung an den Landrat, der voraussichtlich noch in diesem Jahr mit der Beratung beginnen werde. Gemäss Mitteilung hat der verlängerte Vertrag verschiedene Aktualisierungen erhalten und ist inhaltlich weitgehend mit der Konzession des Kantons Aargau abgestimmt worden. Die Konzessionsabgaben ans Baselbiet belaufen sich auf 21 Millionen Franken.

Köbi Frei, Verwaltungsratspräsident der Schweizer Salinen AG, zeigt sich zufrieden mit den Vertragsverlängerungen. «Die Konzessionsverlängerungen sind ein wichtiges Fundament für die langfristige Planung der schweizweiten Versorgung mit Salz», wird er in der Mitteilung zitiert.

Im Rahmen der Versorgungsplanung für die kommenden Jahre müssen die Schweizer Salinen neue Gebiete für die Soleförderung begutachten und erschliessen. Dies, weil die Nutzungszeit der Abbaugebiete in Riburg (AG) und Schweizerhalle (BL) planmässig zu Ende gehe. Die Schweizer Salinen gehören allen Schweizer Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein. Sie beschäftigen laut eigenen Angaben 200 Mitarbeitende und produzieren bis zu 600’000 Tonnen Salz pro Jahr. (dpo)

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