Rohstoffe
Glencore will seine Beteiligung an russischer Rosneft «überprüfen»

Der in Zug ansässige Rohstoffkonzern Glencore verurteilt den russischen Aggressionskrieg. Nun will das Unternehmen seine Beteiligung am russischen Mineralölunternehmen Rosneft überprüfen.

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Glencore überprüft seine Geschäftsbeziehungen zu Russland. Konkrete Schritte wurden indes noch nicht angekündigt.

Glencore überprüft seine Geschäftsbeziehungen zu Russland. Konkrete Schritte wurden indes noch nicht angekündigt.

Keystone

Am Dienstagabend gab Glencore, der weltweit grösste Rohstoffkonzern, ein Statement zum Krieg in der Ukraine ab. Darin verurteilte das Unternehmen «das Vorgehen der russischen Regierung gegen die Ukrainische Bevölkerung». Glencore hat eigenen Angaben zufolge «keinen operativen Fussabdruck in Russland». Trotzdem will der Rohstoffriese nun all seine Geschäftsaktivitäten mit Russland «überprüfen».

Dazu gehören laut Mitteilung auch die Beteiligungen am russischen Aluminiumhersteller En+ und dem wichtigsten russischen Erdölförderer Rosneft. Wie hoch diese Beteiligungen ausfallen, schreibt Glencore nicht. Gemäss der «Handelszeitung» hält das in Zug ansässige Unternehmen einen Anteil von 0,5 Prozent an Rosneft und eine 10-Prozentige Beteiligung an En+. Konkrete Schritte kündigte Glencore indes noch nicht an.

Einen Schritt weiter geht der britische Erdölkonzern BP. Dieser hat angekündigt, wegen des Krieges in der Ukraine seinen Anteil von knapp 20 Prozent an Rosneft zu verkaufen. (dpo)